Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    23.494,34
    -22,25 (-0,09%)
     
  • Dow Jones 30

    27.685,38
    -650,19 (-2,29%)
     
  • BTC-EUR

    11.012,93
    -86,15 (-0,78%)
     
  • CMC Crypto 200

    259,31
    -4,11 (-1,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.358,94
    -189,34 (-1,64%)
     
  • S&P 500

    3.400,97
    -64,42 (-1,86%)
     

Aktien Frankfurt: Dax berappelt sich und legt deutlich zu

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben nach einem verhaltenen Start die Optimisten die Oberhand gewonnen. Der Leitindex Dax <DE0008469008> setzte sich am frühen Dienstagnachmittag klar in der Gewinnzone fest und stieg zuletzt um 0,85 Prozent auf 12 936,87 Punkte. Damit bewegt sich das Börsenbarometer wieder auf dem Niveau von Ende September.

Zuletzt setzten Anleger wieder verstärkt auf einen Deal im Ringen um ein weiteres US-Konjunkturpaket. "US-Präsident Donald Trump hat sich in den Wahlumfragen bislang nicht gerade gut geschlagen", merkte Analyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets an. Das könne die Republikaner dazu bewegen, den Demokraten Zugeständnisse beim Aushandeln weiterer Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft zu machen.

Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Börsentitel rückte um 0,53 Prozent auf 27 852,89 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann 0,7 Prozent.

Im Fokus bleibt der Gesundheitszustand des mit dem Coronavirus infizierten US-Präsidenten. Nach einer dreitägigen Krankenhaus-Behandlung gab sich Donald Trump bei seiner Rückkehr ins Weiße Haus betont selbstbewusst. Knapp einen Monat vor der Präsidentschaftswahl inszenierte der 74-Jährige seine Ankunft am Montagabend (Ortszeit) als Demonstration der Stärke: Er stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort die Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers.

Die Autoren des Börsenbriefs "AB-Daily" von Bernecker schrieben zur aktuellen Lage am Markt: "Der Kampf der Indizes, aus der sehr langen Konsolidierung nach oben auszubrechen, läuft weiter, aber vor dem amerikanischen Wahltag ist dies unwahrscheinlich." Denn zurzeit seien die Handelsumsätze dafür zu gering.

Deutsche-Bank-Chef <DE0005140008> Christian Sewing hält derweil angesichts der diskutierten Übernahmewelle in der Branche eine Fusion oder den Zukauf eines anderen Geldhauses für denkbar. Derzeit konzentriere sich das größte deutsche Kreditinstitut aber noch auf die Umsetzung seines Umbauplans, sagte der Manager in einem Interview mit dem Sender Bloomberg TV. Zudem zeigte sich Sewing mit Blick auf den jüngsten Geschäftsverlauf im Handelsgeschäft optimistisch. Die Aktien der Deutschen Bank waren mit einem Plus von rund vier Prozent der Favorit im Leitindex.

Um gut sechs Prozent schnellten die Aktien der Aareal Bank <DE0005408116> in die Höhe, nachdem die US-Bank Citigroup eine Kaufempfehlung für die Papiere des Immobilienfinanzierers ausgesprochen hatte. An der Index-Spitze setzte sich die starke Erholung der Grenke-Aktien <DE000A161N30> mit einem Plus von rund 20 Prozent fort. Am Vortag hatte sich das Unternehmen nach Vorwürfen der Bilanzmanipulation in einem wesentlichen Punkt entlastet gesehen: Der Wirtschaftsprüfer KPMG hatte die Bestätigungen für den weit überwiegenden Teil der Bankguthaben erhalten.

Die Anteilsscheine von Thyssenkrupp <DE0007500001> erholten sich den zweiten Tag in Folge kräftig von ihren wochenlangen Kursverlusten und kletterten um 6,6 Prozent in die Höhe. Ein Händler sprach von Aktienkäufen auf niedrigem Kursniveau und einer technischen Gegenbewegung. Am Markt werde aber auch auf den Verkauf weiterer Beteiligungen gesetzt. Im Gespräch seien unter anderem wieder einmal das U-Boot-Geschäft und die italienische Stahltochter Terni.

Der im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> notierte Windanlagenhersteller Nordex <DE000A0D6554> schließlich erhielt erneut einen Großauftrag in den USA. 62 Turbinen sollen demnach für einen Windpark im mittleren Westen der Vereinigten Staaten geliefert werden. Die Aktien zogen um 7,5 Prozent an.

Der Euro <EU0009652759> profitierte von robusten Industriedaten aus Deutschland und notierte zuletzt bei 1,1792 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1768 (Freitag: 1,1730) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8498 (0,8525) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,54 Prozent am Montag auf minus 0,53 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,09 Prozent auf 145,74 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> rückte um 0,03 Prozent auf 174,27 Zähler vor./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---