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Aktien Frankfurt: Dax baut Gewinne nach spektakulärem Plus am Vortag etwas aus

·Lesedauer: 4 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Dienstag seine beeindruckenden Gewinne vom Wochenauftakt ein wenig ausgebaut. Die im November überraschend deutlich eingetrübten Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten fanden kaum Beachtung. Stützend wirkte dagegen, dass die Wall Street ebenfalls auf einen weiteren positiven Handelsauftakt zusteuert.

Der deutsche Leitindex rückte um 0,24 Prozent auf 13 127,89 Punkte vor. Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Werte stieg um 0,54 Prozent auf 27 940,71 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann 0,6 Prozent.

Die beiden jüngsten Ereignisse, der Sieg des Demokraten Joe Biden im Rennen um die US-Präsidentschaft und der von Biontech <US09075V1026> und Pfizer <US7170811035> entwickelte Impfstoff gegen das Coronavirus, könnten dem Bankhaus Donner & Reuschel zufolge "wesentliche Veränderungen für die kommenden Monate und sogar Jahre mit sich bringen".

Am Vortag hatte die Aussicht auf einen baldigen Impfstoff die Anleger euphorisch gestimmt und den Dax im Handelsverlauf bis knapp unter 13 300 Punkte katapultiert. Gestützt auch Bidens Sieg ging es letztlich um knapp 5 Prozent hoch. An der Wall Street gab es sogar neue Rekorde: Der Dow Jones Industrial <US2605661048> war zeitweise nahe an die 30 000-Punkte-Marke geklettert.

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners warnt dennoch: Trotz all der momentan positiven Aussichten "werden noch einige schwierige wirtschaftliche Monate kommen". Darauf sollten die Anleger gefasst sein. Der ZEW-Index lässt neue Gefahren bereits erahnen: Vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Infektionswelle trübte er sich erneut deutlich ein und fiel auf 39,0 Zähler. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber im Schnitt nur auf 44,3 Punkte.

In den Fokus rückte am Dienstag auch wieder die Berichtssaison: Aus dem Dax informierte der Sportartikelhersteller Adidas <DE000A1EWWW0> über das beendete und das neu angelaufene Quartal. Nach einem Kursplus von fast 8 Prozent am Vortag gaben dessen Aktien nun um etwas mehr als knapp 6 Prozent nach. Der Ausblick auf das vierte Quartal kam trotz positiv beurteilter Ergebnisse im dritten Jahresviertel am Markt nicht gut an. Das Unternehmen hatte auf die Corona-Risiken für die Geschäfte verwiesen.

Um knapp 6 Prozent ging es auch für die Aktien der Deutschen Post <DE0005552004> abwärts, nachdem der Konzern detaillierte Zahlen vorlegte und sein Ziel für den freien Barmittelfluss anhob. Allerdings war die Aktie Gelb am Vortag noch auf Rekordhoch geklettert. Für die Henkel <DE0006048432>-Papiere ging es nach dem vollständigen Quartalsbericht des Konsumgüterkonzerns um 1 Prozent nach oben.

Darüber hinaus veröffentliche die von Siemens <DE0007236101> abgespaltene Beteiligung Siemens Energy <DE000ENER6Y0> Quartalszahlen, woraufhin letztere Aktie um 3,5 Prozent nachgab.

Im MDax drehten die Anteilsscheine des Softwareanbieters Teamviewer <DE000A2YN900> nach zunächst weiteren Verlusten ins Plus. Sie erholten sich mit plus 2 Prozent etwas von ihrem heftigen Vortagesminus. Die Geschäfte im dritten Quartal wuchsen zwar deutlich langsamer als zu Hochzeiten der ersten Covid-19-Welle im Frühjahr, der Vorstand schätzt die Aussichten aber weiter stabil ein. Die Jahresprognose für die in Rechnung gestellten Umsätze wurde leicht angehoben und positive Analystenkommentare folgten.

Die Lufthansa <DE0008232125>, deren Kurs am Vortag infolge der Impfstoff-Euphorie um knapp 20 Prozent nach oben geschossen war, beschafft sich nun durch eine Wandelanleihe frisches Geld. Dem Aktienkurs konnte dies nichts anhaben. Er stieg um weiter, um knapp 8 Prozent.

Ein Plus von 16 Prozent verbuchten im SDax <DE0009653386> die Nordex- <DE000A0D6554>Papiere. Der Windanlagen-Hersteller setzte sich für 2020 und die kommenden Jahre neue optimistische Ziele. Jenoptik <DE0006229107> dagegen zählten zu den Schlusslichtern mit einem Minus von etwas mehr als 4 Prozent. Der Technologiekonzern bekam auch im dritten Quartal die Pandemie und die schwächere Autoindustrie deutlich zu spüren. Gewinn und Umsatz brachen ein.

Der Euro <EU0009652759> gab nach und wurde am frühen Nachmittag mit 1,1805 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1883 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,64 Prozent am Vortag auf minus 0,51 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,62 Prozent auf 145,70 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank um 0,23 Prozent auf 174,12 Zähler./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---