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Aktien Frankfurt: Corona-Unsicherheit hält Dax im Zaum

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem jüngsten Rückschlag auf Rekordniveau hat sich der Dax <DE0008469008> am Montag stabilisiert. Für mehr als leichte Kursgewinne reichte es allerdings nicht angesichts der Unsicherheiten, die derzeit von der vierten Corona-Welle ausgehen. Gegen Mittag stand der Leitindex nur knapp mit 0,10 Prozent im Plus bei 16 176,90 Punkten. Die in der Vorwoche erreichte Bestmarke von 16 290 Punkten bleibt damit in Reichweite.

Auch der MDax <DE0008467416> entwickelte sich nach zuletzt drei schwächeren Handelstagen schleppend. Der Index mit den mittelgroßen Werten lag zuletzt mit 35 949,53 Punkten auch nur leicht mit 0,10 Prozent im Plus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> bewegte sich wie seine deutschen Indexkollegen nicht groß weg von seinem Freitags-Schlusskurs.

Am Freitag waren Sorgen vor Corona-Maßnahmen aufgekommen, unter anderem wegen eines erneuten Lockdowns in Österreich. Laut dem Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets dürfte das Thema Lockdown noch einige Zeit wie ein Damoklesschwert über dem deutschen Aktienmarkt hängen und die Kurse deckeln. Auch hierzulande gebe es mittlerweile die Sorge, dass die Infektionswelle vielleicht nur mit dieser strengen Maßnahme gebrochen werden kann.

Allerdings gibt es auch ermutigende Kommentare. Die Marktstrategen von JPMorgan etwa sehen in der vierten Corona-Welle keinen grundsätzlichen Dämpfer für ihren Aktien-Optimismus. Die Einschränkungen dürften zwar wieder zunehmen, aber nicht das Niveau vom Winter 2020 erreichen - sowohl was Länge als auch Strenge angehe, schrieb das Team um Mislav Matejka in einer aktuellen Studie. Sie sehen daher jede Schwäche als Kaufchance.

Bei Einzelaktien steht am Montag Vonovia <DE000A1ML7J1> im Blick mit einer 8 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung, die im Zuge der Finanzierung der Übernahme der Deutschen Wohnen <DE000A0HN5C6> auch erwartet worden war. Die Papiere zeigten sich denn auch zunächst ungetrübt von dieser Maßnahme, rutschten aber zuletzt mit 2,1 Prozent ins Minus ab. Experten zufolge bringt der Bezugspreis von 40 Euro einen mehr als 20-prozentigen Abschlag zum theoretischen Preis ohne das Bezugsrecht mit sich.

Einen Blick wert war am Montag außerdem die Telekom-Branche wegen einer sich anbahnenden Übernahme. Der US-Finanzinvestor KKR will für elf Milliarden Euro das italienische Telekommunikationsunternehmen Telecom Italia <IT0003497168> (TIM) übernehmen. Solche Schritte bringen oft auch generelle Branchenfantasie mit sich: Die Titel der Deutschen Telekom <DE0005557508> stiegen denn auch um 1,3 Prozent und wurden so Teil der Spitzengruppe im Dax.

Im MDax zogen die Aktien des Modekonzerns Hugo Boss <DE000A1PHFF7> nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank besonders deutlich um 4,2 Prozent an. Der Analyst Michael Kuhn setzt in seiner Studie auf den neuen Konzernchef Daniel Grieder, der seinen vorherigen Erfolg bei Tommy Hilfiger jetzt bei Boss wiederholen könne. Kuhn traut den Aktien mit 67 Euro die Rückkehr auf das Niveau von Herbst 2018 zu.

Generell erholten sich in dem stabilisierten Gesamtmarkt-Umfeld die Aktien aus der typischerweise besonders Corona-geplagten Reisebranche. Dies zeigte sich bei den Papieren von Fraport <DE0005773303> oder der Lufthansa <DE0008232125> mit Kursgewinnen von bis zu 2,4 Prozent. Aber auch klassische Industriewerte zeigten sich erholt, wie BMW <DE0005190003> an der Dax-Spitze mit 1,7 Prozent Plus zeigten.

Die "Stay-at-Home-Aktien" von Lockdown-Profiteuren, die vor dem Wochenende noch stark gefragt waren, kamen nun im Gegenzug meist zurück - im Falle von wie Zalando <DE000ZAL1111> um 2,3 Prozent. Im SDax <DE0009653386> fielen die Papiere der Shop Apotheke <NL0012044747> nach einem Kurssprung am Freitag um 2,8 Prozent. Hier wurde am Markt auf das Scheitern an einer Charthürde und anhaltender Sorge vor zunehmendem Konkurrenzdruck gewarnt.

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