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Aktien Frankfurt: Corona-Angst nimmt wieder zu - Oktober-Gewinn im Dax ist dahin

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die lange hoffnungsvolle Stimmung an den Börsen schlägt angesichts steigender Corona-Infektionen und der Sorge vor erneut scharfen Einschnitten für die Wirtschaft in Angst um. Marktexperten schließen inzwischen auch einen erneuten Lockdown in Europa nicht mehr aus. Der Dax <DE0008469008> reagierte darauf am Donnerstag mit deutlichen Verlusten von zuletzt 3,08 Prozent auf 12 626,34 Zähler.

Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Börsentitel verlor 2,31 Prozent auf 27 243,79 Punkte. Auch europaweit notierten die Börsen tief im Minus: Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone verlor zuletzt mehr als zweieinhalb Prozent.

War der Oktober bis zum Vortag noch ein erfolgreicher Börsenmonat für den Dax, steht inzwischen seit Monatsanfang ein Minus zu Buche. Damit trübt sich auch charttechnisch das Bild für das wichtigste deutsche Börsenbaromater ein. Die Nervosität an den Märkten steigt angesichts der schwierigen Gemengelage. Experte Jochen Stanzl von CMC Markets sprach von "Angst, dass sich das Konjunkturpaket in den USA immer weiter verzögert, die Brexit-Gespräche nicht vorangehen und Impfstoff-Tests gestoppt werden müssen - und gleichzeitig die Infektionszahlen in Europa rasant steigen."

Einige Börsianer sehen nun die kommenden zwei Wochen als entscheidend an. "Grundsätzliche Kaufbereitschaft für Aktien deutscher Unternehmen ist bei den institutionellen Investoren weiterhin vorhanden", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Dabei komme es jedoch auf das Kursniveau an. "Und dies lag zuletzt erkennbar im Kursbereich zwischen 12 500 und 12 750 Punkten."

Hierzulande gab es unter den Einzelwerten im Dax und MDax am Mittag keinen einzigen Gewinner. Dabei gerieten vor allem Werte unter Druck, die unter einem Konjunkturrückschlag besonders leiden würden. Im Einklang mit dem europaweit schwachen Trend stellten die Autowerte im Leitindex die größten Verlierer - für Volkswagen <DE0007664039>, Daimler <DE0007100000> und BMW <DE0005190003> ging es jeweils um rund fünf Prozent abwärts. Im Gegenzug konnten sich die als defensiv geltenden Immobilienwerte wie Vonovia <DE000A1ML7J1> und Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6> trotz Kursverlusten noch am besten halten.

Im MDax rutschten die Lufthansa <DE0008232125>-Aktien aus Sorge vor neuen weltweiten Reisebeschränkungen weiter ab und verloren mehr als fünfeinhalb Prozent. Auch die vor allem wegen der Sorge um die kriselnde Stahlsparte unter Druck stehenden Thyssenkrupp <DE0007500001>-Anteile setzten ihre seit Wochen nahezu ungebrochene Talfahrt fort - sie landeten mit einem Minus von sechs Prozent am Index-Ende.

Ein Umsatz- und Ergebnissprung im vergangenen Quartal bescherte dagegen den Drägerwerk <DE0005550636>-Papieren ein Kursplus von mehr als drei Prozent und damit den Spitzenplatz im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386>. Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern gehörte damit zu den überschaubar wenigen Gewinnern in der Dax-Familie.

Ein Kursfeuerwerk von teils mehr als 20 Prozent zündete in den hinteren Börsenreihen beim Autozuliefer ElringKlinger <DE0007856023>: Hier lockte eine Kooperation mit dem Flugzeugbauer Airbus <NL0000235190> bei der Entwicklung von Brennstoffzellen für die Luftfahrt die Anleger. Die Commerzbank strich deshalb ihre Verkaufsempfehlung für die ElringKlinger-Aktie./tav/mis

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---