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Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne vor EZB-Zinsentscheid erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kurz vor der voraussichtlich ersten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) seit mehr als einem Jahrzehnt dürfte am Donnerstag gespanntes Abwarten den deutschen Aktienhandel prägen. Für Erleichterung sorgt derweil, dass wieder Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 fließt. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax <DE0008469008> <DE000A0C4CA0> als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,49 Prozent auf 13 347 Punkte.

Tags zuvor hatte der Leitindex Dax <DE0008469008> nach kräftigen Schwankungen im Handelsverlauf mit einem moderaten Verlust geendet. Grund waren Unsicherheiten, ob die Gaspipeline Nord Stream 1 wieder in Betrieb genommen wird und wenn ja, wie viel Gas fließt. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> wurde am Donnerstagmorgen rund 0,2 Prozent höher erwartet.

Eine Anhebung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte durch die EZB gilt als ausgemachte Sache, wegen der hohen Inflation ist aber auch ein Anstieg um einen halben Prozentpunkt durchaus möglich. Angesichts dessen dürften Anleger kurz vor der Zinsentscheidung am späten Mittag nicht mehr ins Risiko gehen.

Erleichtert dürften sich die Börsianer nun beim Thema Gas zeigen. Nach der Wartung von Nord Stream 1 ist am Donnerstagmorgen die Gaslieferung durch Russland wieder angelaufen. Es fließe wieder Gas, sagte ein Sprecher der Nord Stream AG der Deutschen Presse-Agentur. "Die Wiederaufnahme der Gaslieferung lässt die Börsianer aufatmen", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Damit sei die Energiekrise natürlich bei weitem nicht gelöst, zumindest kurzfristig sei aber ein Albtraum-Szenario abgewendet.

Entsprechend positiv wirkte sich die Wiederaufnahme der Lieferungen am Donnerstag im vorbörslichen Handel bei den Papieren aus der Chemiebranche aus. Die Aktien von BASF <DE000BASF111>, Covestro <DE0006062144>, Wacker Chemie <DE000WCH8881> und K+S <DE000KSAG888> legten um bis zu drei Prozent zu. Auch die Anteilsscheine des Energieversorgers Uniper <DE000UNSE018> zeigten sich mit einem Plus von 11 Prozent in starker Frühform.

Europas größter Softwarehersteller SAP <DE0007164600> verzeichnete im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang wegen Kosten in der Ukraine und einem schwachen Lizenzgeschäft. Für das Gesamtjahr strich das Management beim operativen Ergebnis auch die Prognose zusammen. SAP will indes weitere Aktien im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro am Markt zurückkaufen. Die Aktien fielen auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 2,2 Prozent. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion von Gewinnmitnahmen nach dem enttäuschenden Ausblick.

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius <DE0007165631> bleibt weiter auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten auch dank Übernahmen im Jahresvergleich um knapp 27 Prozent und übertraf die Erwartungen der Analysten. Auch der Auftragseingang blieb hoch. Der bereinigte Nettogewinn legte um knapp 29 Prozent zu. Das Unternehmen bestätigte zudem den Jahresausblick. Die Sartorius-Papiere stiegen auf Tradegate um 0,8 Prozent.

Die Funkturmgesellschaft Vantage Towers <DE000A3H3LL2> sieht sich nach einem guten Auftaktquartal auf dem Weg zu ihren Jahreszielen. Der Umsatz der drei Monate bis Ende Juni ohne sogenannte Durchleitungseinnahmen stieg - wie vom Markt erwartet - um knapp 7 Prozent. Die Titel der Vodafone <GB00BH4HKS39>-Tochter gewannen auf Tradegate 0,4 Prozent.

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