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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax schielt erneut auf die 13 000-Punkte-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer kleinen Atempause zum Wochenstart rückt beim Dax <DE0008469008> am Dienstag die Marke von 13 000 Punkten wieder näher. Der X-Dax deutete als Indikator für den deutschen Leitindex <DE0008469008> etwa eine Stunde vor dem Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent auf 12 885 Punkte an.

In elf Handelstagen war der Dax zuletzt ohne größeren Stopp um teils gut 19 Prozent bis auf 12 913 Zähler nach oben gerannt. Der Optimismus angesichts der Lockerungsmaßnahmen aus der Corona-Krise halte an, heißt es bei der Credit Suisse, und habe die Anleger zuletzt sogar gerade in besonders konjunktursensible Werte geführt.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird am Dienstag 0,8 Prozent höher erwartet. In New York waren die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq am Vortag erneut in Rekordhöhen geklettert. Zugleich hatte der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> seine in diesem Jahr angelaufenen Verluste ausgebügelt. Ihm fehlen nun weniger als fünf Prozent zu seinem Rekordhoch aus dem Februar. Im Dax sind es noch knapp sieben Prozent.

"Aktien werden im Moment wohl vor allem aus Hoffnung und aus Mangel an Alternativen gekauft. Alle, die jetzt noch einsteigen, müssen wissen, wie hoch die Rückschlagrisiken sind", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Im Dax scheint sich der Höhenflug der Lufthansa <DE0008232125>-Papiere <DE0008232125> fortzusetzen. Vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate gewannen sie weitere 3,7 Prozent zum Xetra-Schluss. Seit ihrem Krisentief von Ende April hätten sie mit diesem Aufschlag inzwischen 75 Prozent aufgeholt. Von den Aufhebungen von Reisebeschränkungen profitieren Luftfahrt- und Tourismuswerte seit Tagen besonders stark.

Nach einer Anteilsaufstockung an ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> durch den tschechischen Milliardär und Investor Daniel Kretinsky stiegen die Papiere des Medienkonzerns vorbörslich auf Tradegate um ein Prozent zum Xetra-Schluss. Nun warteten Anleger mit Spannung auf die Jahreshauptversammlung und auf die Strategie der Großaktionäre Mediaset <IT0001063210> und Kretinsky, sagte ein Händler. Eine Zusammenarbeit beider sei denkbar, um das Management des MDax <DE0008467416>-Konzerns unter Druck zu setzen, hieß es weiter.

Aktien-Umstufungen, auf die Anleger achten sollten, betreffen die BASF <DE000BASF111> und die Deutsche Telekom <DE0005557508>. Für die Papiere des Chemiekonzerns strich die Bank HSBC ihre Kaufempfehlung und votiert nun mit "Hold". Die Anteile der Deutschen Telekom wurden hingegen vom Analysehaus Jefferies von "Hold" auf "Buy" hochgestuft.