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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nur wenig verändert - Kurssturz bei Varta

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag dürften es die Anleger am Freitag im Dax <DE0008469008> ruhiger angehen lassen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex deutete eine Stunde vor dem Handelsstart ein Minus von 0,12 Prozent auf 16 011 Punkte an. Daran gemessen beläuft sich das bisherige Wochenplus auf gut zwei Prozent. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitbarometer der Eurozone dürfte am letzten Handelstag der Woche 0,1 Prozent schwächer starten.

Tags zuvor hatte der Dax am Nachmittag mit 16 064 Punkten einen Rekord erreicht, war dann jedoch etwas abgebröckelt. An der Wall Street konnten indes der S&P 500 <US78378X1072> und die Nasdaq-Indizes weitere Höchststände markieren. Nach den frischen geldpolitischen Signalen der US-Notenbank mit der Entscheidung zur Reduktion der Anleihekäufe (Tapering) spiele der US-Arbeitsmarkt eine nicht ganz so wichtige Rolle wie zuletzt, erklärte der Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

"Ein starker Arbeitsmarktbericht würde den Börsen die Gewissheit geben, dass die Erholung der größten Volkswirtschaft weiterhin läuft. Ein schwacher Bericht würde den Zweiflern Oberwasser geben", so Altmann. Der September-Bericht war eher schwach ausgefallen.

Mit einem vorbörslichen Kursrutsch steht Varta <DE000A0TGJ55> im Fokus. Der Batteriekonzern senkte wegen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie die Umsatzprognose für 2021. Noch mehr dürfte es die Marktteilnehmer stören, dass die Ziele für 2022 und 2023 beim Umsatz und den Margen erheblich unter den Erwartungen lägen, sagte ein Händler. Auf Tradegate sackten die Anteile zuletzt um elf Prozent zum Xetra-Schluss ab.

Dass der United-Internet-Chef <DE0005089031> Ralph Dommermuth seinen Anteil an dem Internetkonzern auf etwas mehr als die Hälfte aufstocken will, kam an der Börse gut an. Der Schritt zeige, dass Dommermuth an United Internet glaube, erklärte ein Börsianer. Die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der Aktie könnte nun enden. Auf Tradegate verteuerten sich die Papiere um fast sechs Prozent zum Xetra-Schluss.

Mit Quartalszahlen im Blick stehen am Freitag außerdem der Maschinenbauer Gea <DE0006602006>, der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall <DE0007030009>, der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones <DE0006335003> sowie der Versorger Uniper <DE000UNSE018>. Gea verdoppelte nahezu den Gewinn und verzeichnete zum fünften Mal in Folge in einem Quartal mehr Aufträge. Vorbörslich ging es auf Tradegate moderat nach oben im Vergleich mit dem Xetra-Schluss.

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