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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax knapp im Plus - Weiter lockere US-Geldpolitik

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> steuert am Donnerstag auf eine moderat positive Eröffnung zu. Das Festhalten der US-Notenbank Fed an ihrer historisch lockeren Geldpolitik dürfte den deutschen Leitindex somit ähnlich wenig bewegen wie schon am Vortag die Wall Street. Im Fokus steht zudem eine wahre Flut von Geschäftszahlen.

Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Dax-Indikator ein Plus von 0,24 Prozent auf 15 329 Punkte. Damit würde er zwar an die lustlose Entwicklung der vergangenen Tage anknüpfen. Doch der Rekord von 15 501 Punkten aus der vergangenen Woche bleibt damit in Reichweite. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird mit einem ähnlichen Plus erwartet.

Die amerikanischen Währungshüter hielten bei ihrer Zinssitzung am Mittwoch - wie schon zuvor allgemein erwartet - an ihrer historisch lockeren Geldpolitik fest. Sie geben sich zwar etwas zuversichtlicher für die US-Wirtschaft. Nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württmberg (LBBW) "dürfte (es aber) noch einige Monate dauern, bis die Fed von der aktuell kräftigen Erholung am US-Arbeitsmarkt hinreichend überzeugt ist, um die Vorbereitungen für eine Drosselung ihrer Anleihekäufe zu treffen. Noch wesentlich höher liegen die Hürden für eine Leitzinswende, denn hierfür bedarf es seitens der Fed zusätzlich der Überzeugung von einer dauerhaft deutlich höheren Inflation."

Es folgte US-Präsident Joe Biden mit seinem ersten Auftritt vor beiden Kongresskammern,. Hier warb der Demokrat für seine billionenschweren Pläne, mit denen er einen tiefgreifenden Wandel im Land herbeiführen will.

Als aktuelle Stütze für den Dax sieht Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC Markets die mehrheitlich robusten Asien-Börsen und gute Zahlen der Technologie-Giganten Facebook und Apple <US0378331005>, die in den USA am Mittwoch erst nach Börsenschluss veröffentlicht worden waren. Hierzulande wird die Agenda von einer Vielzahl von Konzernen bestimmt, die Kennzahlen vorlegen. Darunter ist der Dax-Konzern BASF <DE000BASF111> und die von der Pandemie geplagten MDax <DE0008467416>-Größen Airbus <NL0000235190> sowie Lufthansa <DE0008232125>.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF startete mit einem Gewinn- und Umsatzsprung ins neue Jahr. Er hob zudem seine Jahresziele an. Die Ludwigshafener hätten die Erwartungen deutlich übertroffen, lobte ein Börsianer. Als Haar in der Suppe machte er den neuen Ausblick auf das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) aus. Dieser falle nicht ganz so optimistisch aus wie die neue Umsatz-Zielspanne. Vorbörslich legten die Aktien indes sichtbar zu.

Die Lufthansa legte wegen der Corona-Flaute erneut tiefrote Zahlen vor. Den Verlust im Tagesgeschäft (bereinigtes Ebit) konnte die Fluggesellschaft aber reduzieren und schnitt damit besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet. Ein Händler wertete sowohl den deutlich gesunkenen Quartalsumsatz als auch den halbierten Verlust als moderat positive Überraschung. Die Barmittelentwicklung sehe dagegen schlechter aus. Entsprechend sieht der Experte in den Zahlen keinen Kurstreiber für die Aktien, die sich vorbörslich fast unbewegt zeigten.

Derweil startete der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus trotz Corona mit schwarzen Zahlen ins Jahr 2021. Ein Händler sah die Zahlen mehrheitlich über den Erwartungen. Er hob die deutlich besser als erwartete Barmittelentwicklung hervor, die den Aktienkurs etwas stützen könnte. Die Airbus-Titel verteuerten sich um knapp anderthalb Prozent.