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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weiter kaum bewegt vor EZB-Zinsentscheidung

FRANKFURT (dpa-AFX) -Seit bereits drei Handelstagen nun schon tritt der Dax DE0008469008 weitgehend auf der Stelle. Und das dürfte sich auch an diesem Donnerstag vor der Leitzinsentscheidung in der Eurozone weder für den deutschen Leitindex noch den der Eurozone, den EuroStoxx 50 EU0009658145, ändern.

Rund eine Stunde vor dem Handelsauftakt signalisierte der X-Dax DE000A0C4CA0 für den deutschen Leitindex ein kleines Minus von 0,2 Prozent auf 17 677 Punkte. Seit dem jüngsten Rekordhoch am vergangenen Freitag bei etwas über 17 800 Punkten ist die Gewinnserie nach einem sieben Handelstage währenden Rekordlauf gerissen.

"Es ist wieder EZB-Tag", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins anfassen werde, gelte zwar als ausgeschlossen, dennoch sei die Sitzung wichtig für die Kapitalmärkte. Besondere Beachtung dürften die aktualisierten Prognosen für Wachstum und Inflation in der Eurozone finden, denn daraus könne abgeleitet werden, ob die aktuell eingepreiste erste Zinssenkung im Juni eine realistische Option für die EZB sei. Gleichfalls bedeutend sei die Wortwahl von EZB-Präsidentin Christine Lagarde während der Pressekonferenz.

Damit dürfte die EZB den Leitzins wohl zum vierten Mal in Folge unverändert beibehalten, nachdem sie ihn bis September vergangenen Jahres wegen der stark gestiegenen Inflation rasch und deutlich auf das aktuelle Niveau angehoben hatte. Seither hält die EZB still, während die große Frage zugleich lautet, wann die Zinsen wieder sinken werden.

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In den USA hatte erst am Vortag Fed-Chef Jerome Powell bekräftigt, dass man es mit Zinssenkungen nicht eilig habe. Erst müsse mehr Zutrauen herrschen, dass die Inflation weiter und dauerhaft zurückgehe. Dem US-Aktienmarkt hatte dies gereicht, um den Handelstag am Mittwoch mit moderaten Gewinnen abzuschließen.

Unternehmensseitig dürften die Aktien des Wind- und Solarparkbetreibers Encavis DE0006095003 weiter im Blick bleiben, nachdem sie zum Handelsschluss am Vortag um 18 Prozent nach oben geschossen waren. Das MDax DE0008467416-Unternehmen bestätigte noch am vergangenen Abend Gespräche mit dem US-Finanzinvestor KKR über eine mögliche Übernahme. Die Gespräche befänden sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Es gebe keine Garantie, dass eine mögliche Transaktion vorgeschlagen oder durchgeführt werde. Auf der Handelsplattform Tradegate gaben die Aktien im Vergleich zum Xetra-Schluss zuletzt um rund eineinhalb Prozent nach.

Zudem geben weiterhin Quartalsbilanzen und Ausblicke den Ton an der Börse hierzulande an. So nimmt sich der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental DE0005439004 nach deutlichen Verbesserungen im abgelaufenen Jahr in der schwächelnden Autozulieferung mehr vor. Vor Sondereffekten sowie Zinsen und Steuern soll die Gewinnmarge etwas deutlicher steigen als bislang am Markt erwartet. Die Papiere zeigten sich auf Tradegate davon wenig beeindruckt.

Ähnlich erging es vorbörslich den Anteilsscheinen des Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck DE0006599905. Dieser hofft nach einer unerwartet langen Nachfrageflaute 2023 auf einen besseren Lauf im neu angelaufenen Jahr und will schrittweise zum Wachstum zurückkehren.

Unterdessen blickt der Chemikalienhändler Brenntag DE000A1DAHH0 nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang vorsichtig auf 2024 und geht im schlechtesten Fall von einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses aus. Das brockte den Aktien auf Tradegate bereits vor dem Handelsstart Verluste ein.

Im MDax stehen die Lufthansa DE0008232125, Gea DE0006602006 und auch Hugo Boss DE000A1PHFF7 mit ihren Ausblicken im Rampenlicht. Die beiden erstgenannten legten auf Tradegate zu, Boss gaben nach. Während die Rückkehr der Reiselust und höhere Ticketpreise der deutschen Fluggesellschaft im vergangenen Jahr reichlich Gewinn im Tagesgeschäft bescherten, rechnet der Modehändler Boss wegen der Konsumflaute und geopolitischer Spannungen bis ins nächste Jahr hinein mit langsamerem Wachstum. Der Anlagenbauer Gea verdiente 2023 mehr und will daran auch die Aktionäre in Form einer höheren Dividende teilhaben lassen.

Im SDax DE0009653386 dürften außerdem noch ProSiebenSat.1 DE000PSM7770, Grenke DE000A161N30, GFT DE0005800601, Drägerwerk DE0005550636 oder auch die Deutsche Pfandbriefbank DE0008019001 mit ihren Zahlen und Ausblicken Beachtung finden.