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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach guten China-Daten etwas fester erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> dürfte zum Wochenbeginn von überraschend robusten Konjunkturdaten aus China profitieren. Der X-Dax <DE0008469008> als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund eine dreiviertel Stunde vor dem Start ein leichtes Plus von 0,18 Prozent auf 13 260,6 Punkte. Damit würde sich der Dax langsam wieder seinem Jahreshoch von rund 13 374 Punkten annähern. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> dürfte gleichzeitig minimal um 0,07 Prozent zulegen.

"Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe senden ein starkes Lebenszeichen", sagte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ob sie am Ende jedoch auch in ein höheres Wachstum mündeten, müsse abgewartet werden.

Die Vorgaben von den asiatischen Börsen sind denn auch positiv. Auch von der Wall Street kommen am Montag wieder mehr Impulse, nachdem am Brückentag Ende der vergangenen Woche nur verkürzt gehandelt worden war. Nach dem "Black Friday" ist nun "Cyber Monday" - ein erneut wichtiger Tag für den Einzelhandel mit Preisnachlässen im Online-Geschäft. Zugleich könnten am Nachmittag neue Stimmungsdaten aus der US-Industrie Beachtung finden, bei denen Experten von einer Verbesserung ausgehen.

Unternehmensseitig könnten Medienberichte über neue Geldwäsche-Untersuchungen der US-Regierung bei der Deutschen Bank <DE0005140008> die Papiere am Montag belasten. Das Bankhaus war wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Geldwäsche bei der Danske Bank <DK0010274414> bereits früher ins Visier von Frankfurter Ermittlern geraten. Die Untersuchungen in den USA seien am Markt bereits befürchtet worden und dürften den Aktienkurs nicht gerade stützen, schrieb ein Händler. Bereits vor Börsenstart gaben die Papiere leicht nach. Die Bank dementierte die angebliche Ausweitung der Untersuchung allerdings.

Ansonsten sorgten Analysten für einige vorbörsliche Bewegung. So stuften die Experten von Goldman Sachs die Eon <DE000ENAG999>-Aktie nach Vorlage neuer Geschäftsergebnisse am Freitag von "Sell" auf "Hold" hoch. Nachdem die Erwartungen an die Schulden auf eine gesündere Basis gestellt wurden, dürfte sich der Fokus der Anleger fortan auf die Dividende des Energiekonzerns verlagern, schrieb Analyst Alberto Gandolfi in einer am Montag vorliegenden Studie. Jetzt seien diesbezügliche Erfolge entscheidend. Gandolfi sieht nach wie vor Risiken und bleibt deshalb neutral. Die Aktie gewann vor Handelsbeginn knapp 1 Prozent dazu.

Im MDax könnten daneben die Aktien von Brenntag <DE000A1DAHH0> unter Beobachtung stehen, nachdem die Deutsche Bank von ihrer Kaufempfehlung zu dem Chemikalienhändler abgerückt war. Nach einem herausfordernden Jahr, bei dem die Aktie dennoch sehr gut gelaufen war, gebe es nun keine Hinweise für Optimismus, schrieb Analyst Steve Goulden in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Aktie gab vor Handelsbeginn um knapp 1 Prozent nach.

Puma-Titel <DE0006969603> wurden daneben mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 83 Euro in die Bewertung des US-Analysehauses Jefferies aufgenommen. Mit Blick auf den Schlusskurs vom Freitag schreiben die Experten der Aktie somit derzeit ein Wachstumspotenzial von gut einem Fünftel zu. Das Papier gewann vor Handelsbeginn gut 2 Prozent dazu. Adidas <DE000A1EWWW0>-Titel stuften die Experten in einer ersten Bewertung dagegen mit "Hold" ein. Hier wird lediglich mit einem Zuwachs von gut 3 Prozent gerechnet. Die Papiere legten vorbörslich ebenfalls leicht zu.

Die Baader Bank hat Kion <DE000KGX8881> von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 56 auf 64 Euro angehoben. Nach einer starken Kurserholung sei eine Kaufempfehlung nicht mehr angebracht, schrieb Analyst Peter Rothenaicher in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Geschäfte des Gabelstaplerherstellers entwickelten sich in diesem Jahr bislang schwungvoll und mittel- bis langfristig seien die Aussichten exzellent. Vorerst sieht der Experte aber hohe wirtschaftliche Unsicherheiten. Die Aktie gab vorbörslich um fast 1 Prozent nach.