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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax erneut stabil - Hexensabbat an Terminbörsen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag eine weitere Stabilisierung ab. Damit würde der Leitindex Dax nach der bitteren Verluststrecke der vergangenen Wochen den zweiten Tag in Folge zulegen. "Von einer Erholung zu sprechen, wäre verfrüht. Aber wir sehen zumindest erste Anzeichen einer Stabilisierung an den Börsen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der X-Dax <DE0008469008> als Indikator für den Dax deutete knapp eine Stunde vor Handelsbeginn auf einen Stand von 8963 Punkten hin - ein Plus von gut vier Prozent. Auf Wochensicht zeichnet sich allerdings ein Verlust von knapp drei Prozent ab. Auch der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone wird am Freitag fester erwartet.

Spannend wird sein, ob sich der deutsche Leitindex nachhaltiger stabilisieren kann. In dem nun bereits vier Wochen währenden Corona-Crash, in dem der Dax fast 5000 Punkte oder knapp 37 Prozent einbüßte, hatte es immer wieder mal Anzeichen einer Stabilisierung gegeben. Diese war dann aber meist wegen immer neuer Hiobsbotschaften schnell wieder passe.

Viele Experten hatten in den vergangenen Wochen betont, dass der Dax bei 8000 Punkten erst einmal einen Halt finden sollte. Am Montag war der Index bis auf 8255 Punkte gefallen und dieser damit schon sehr nahe gekommen - inzwischen konnte er sich zumindest etwas erholen. Ein Zeichen einer leichten Beruhigung an den weltweiten Aktienmärkten ist der jüngste leichte Rückgang der auch "Angstbarometer" genannten Volatilitätsindizes.

Für Bewegung könnte im Verlauf des Handels der sogenannte Hexensabbat sorgen. An diesem Freitag laufen an den Derivatebörsen Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes wie den Dax aus. Das sorgt bisweilen für kräftige, fundamental nicht erklärbare Ausschläge.

Für Aufsehen sorgte im vorbörslichen Handel die Osram-Aktie <DE000LED4000> mit einer Rally von 28 Prozent. Der österreichische Sensorhersteller AMS <AT0000A18XM4> hat trotz des Kursverfalls seiner Aktien die Pläne für den Kauf des deutschen Lichtkonzerns bekräftigt. An der Börse war zuletzt auf ein Scheitern des Deals spekuliert worden, nun dürfte sich Erleichterung breit machen.