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Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger lassen Vorsicht walten - Dax-Rekord in Sicht

FRANKFURT (dpa-AFX) -Nach der jüngsten Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt dürften sich die Anleger zu Beginn der neuen Börsenwoche zunächst zurückhalten. Die Quartalsberichtssaison der Unternehmen kommt langsam in Schwung. So berichteten mit Stabilus DE000STAB1L8 und Wacker Chemie DE000WCH8881 zwei Unternehmen aus dem MDax DE0008467416 bereits vor Handelsstart über ihre jüngste Geschäftsentwicklung. Marktbewegende Konjunkturdaten stehen am Montag nicht auf der Agenda. Der wohl wichtigste Wochentermin steht am Mittwochabend mit der Sitzung der US-Notenbank Fed an.

Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte für den deutschen Leitindex am Montag eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,25 Prozent auf 16 918 Punkte. Dem Dax DE0008469008 fehlten am Freitag nur 36 Zähler für ein Rekordhoch. Das Börsenbarometer schaffte dennoch einen Wochengewinn von rund zweieinhalb Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wird am Montagmorgen kaum verändert erwartet.

Nach der starken Vorwoche sind Analysten optimistisch gestimmt: "Der Dax hat den Ausbruch aus dem Trendkanal geschafft und damit neues Aufwärtspotenzial eröffnet", schrieb Markttechnik-Experte Christoph Geyer. Ein weiteres Rekordhoch dürfte somit in der neuen Woche "nur eine Formsache sein".

Unternehmensseitig standen am Morgen aus dem Dax vor allem Bayer DE000BAY0017 im Anlegerfokus. Die Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns fielen vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Freitag um 3,2 Prozent. Mit einem Betrag von 2,2 Milliarden Dollar haben US-Geschworene Bayer zur bisher höchsten Schadenersatz-Zahlung in Prozessen um glyphosathaltige Unkrautvernichter verurteilt. Das Unternehmen will in Berufung gehen.

Eine schwache Nachfrage und ein Lagerbestandsabbau durch Kunden hat Wacker Chemie DE000WCH8881 2023 deutlich belastet. Der Umsatz fiel um 22 Prozent und der operative Gewinn (Ebitda) sogar um 60 Prozent. Unter dem Strich machte Wacker voraussichtlich 330 Millionen Euro Gewinn (Vorjahr 1,28 Mrd). Damit blieb das auf die Halbleiterindustrie spezialisierte Unternehmen leicht unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Die Wacker-Papiere büßten auf Tradegate zuletzt 2,4 Prozent ein.

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus DE000STAB1L8 steigerte den Umsatz im ersten Geschäftsquartal (per Ende Dezember) um 5,1 Prozent. Dabei gingen die Erlöse in der Region Amerika aufgrund von Streiks in der US-Automobilindustrie zurück. Die operative Marge sank von 11,2 Prozent ein Jahr zuvor auf 10,9 Prozent. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen. Die Anteilsscheine von Stabilus gaben auf Tradegate um 1,6 Prozent nach.

Die Titel von Hensoldt DE000HAG0005 verteuerten sich vorbörslich um 4,7 Prozent. Die Analysten der Citigroup stuften die Aktien des Rüstungselektronikherstellers von "Neutral" auf "Buy" hoch und erhöhten das Kursziel auf 37,70 Euro. Auch die Papiere von ProSiebenSat.1 DE000PSM7770 profitierten von einer Kaufempfehlung und kletterten um 4,2 Prozent hoch.