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Aktien Frankfurt: Anleger gehen auf Tauchstation

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Vortagesrally haben einige Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag Kursgewinne realisiert. Der Dax <DE0008469008> fiel am Nachmittag um 0,28 Prozent auf 12 834,86 Punkte. Mit einem Plus von mehr als drei Prozent hatte der deutsche Leitindex am Montag geschlossen. Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Börsentitel stieg am Dienstag um 0,05 Prozent auf 26 979,98 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> verlor rund 0,1 Prozent.

"Erste Gewinnmitnahmen bleiben angesichts der schwelenden Unsicherheiten nicht verwunderlich. Denn mit der wieder Fahrt aufnehmenden Corona-Pandemie, den Brexit-Sorgen und die US-Präsidentschaftswahl, welche bereits heute ihre Schatten vorauswirft, bleibt der Risikoappetit überschaubar", kommentierte Marktexperte Timo Emden von Emden Research. Für viele Marktteilnehmer sei der Dax derzeit ein "böhmisches Dorf": Während einerseits die Corona-Pandemie und damit verbundene Lockdown-Szenarien weiterhin Sorgen schürten, sorge die Hoffnung auf weitere Notenbanker-Schützenhilfe für Rückenwind, fügte er hinzu.

Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hat Vorwürfe klagender US-Investoren zurückgewiesen, die Entschädigung für milliardenschwere Anlageverluste fordern. Die Allianz-Tochter <DE0008404005> ist mit mehreren Klagen von institutionellen Investoren konfrontiert, die sie für dramatische Verluste verantwortlich machen. Die Allianz-Papiere sanken um 1,0 Prozent.

Kaufempfehlungen mehrerer Großbanken gaben den Aktien von Siemens Energy <E000ENER6Y0> Auftrieb. Sie rückten zuletzt um 6,8 Prozent vor. Mit Goldman Sachs, der Credit Suisse und der Bank of America rieten am Dienstag gleich drei große Investmenthäuser zum Kauf der Aktien. Auch die Commerzbank votierte für einen Kauf der Papiere des Energiegeschäfts von Siemens.

Eine Verkaufsempfehlung der Credit Suisse für die Aktien von Munich Re <DE0008430026> sorgte für einen Kursrückgang von 1,6 Prozent. Kurzfristig seien die Münchener noch Ergebnisrisiken ausgesetzt, schrieb Analyst Iain Pearce. Die Lungenkrankheit Covid-19 werde dem Rückversicherer hohe Schäden einbrocken und im Anlagegeschäft belasteten die sinkenden Zinsen.

Aktien von ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> haben sich erstmals seit Juni deutlicher von der Elf-Euro-Marke nach oben abgesetzt. Zuletzt legten die Papiere um 2,7 Prozent auf 11,29 Euro zu. Kurstreiber für die Aktien des Medienkonzerns waren zuletzt Spekulationen, wonach die italienische Mediaset <IT0001063210> ihren Anteil an ProSiebenSat.1 ausbauen könnte. Auch der französische Medienriese Vivendi <FR0000127771> und der Investor KKR wurden an der Börse als mögliche Kaufinteressenten ins Spiel gebracht. Zudem wirkte die Aussicht auf eine Erholung im Geschäft mit TV-Anzeigen kursstützend.

Die Aktien von Hornbach Baumarkt <DE0006084403> und der Muttergesellschaft Hornbach Holding <DE0006083405> sind nach optimistischeren Aussagen zum Geschäftsjahr auf Rekordhochs gestiegen. Für Hornbach Holding ging es um bis zu 1,7 Prozent aufwärts und Hornbach Baumarkt gewannen in der Spitze rund viereinhalb Prozent. Die Baumarkt-Gruppe hat das untere Ende ihrer Prognosespannen angehoben.

Der Euro <EU0009652759> stieg knapp über die Marke von 1,17 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1670 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8568 Euro gekostet.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,52 Prozent am Vortag auf minus 0,55 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,13 Prozent auf 145,94 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> gewann 0,14 Prozent auf 174,82 Zähler./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---