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AKTIEN IM FOKUS: VW und Porsche nach Zahlen schwach - Licht und Schatten

FRANKFURT (dpa-AFX) -Durchwachsene Quartalszahlen sowie Aussagen zu den Jahresausblicken von VW DE0007664039 und der Sportwagen-Tochter Porsche AG DE000PAG9113 haben am Freitag die Kurse der beiden Unternehmen deutlich belastet. Die Aktien der VW-Holdinggesellschaft Porsche SE DE000PAH0038 wurden mit nach unten gezogen. Analysten sahen Positives und Negatives in den Quartalsberichten der Autobauer.

Die Vorzugsaktien von VW gaben im Dax DE0008469008 um 3,1 Prozent auf 126,70 Euro nach, die der Holdinggesellschaft sanken um 2,3 Prozent auf 56,20 Euro. Die Porsche SE hält etwas mehr als die Hälfte aller Stammaktien und mehr als 30 Prozent der Vorzugsaktien des Wolfsburger Autobauers. Außerhalb der Dax-Familie gaben die jüngst an die Börse gegangenen Papiere der VW-Sportwagentochter Porsche um 1,8 Prozent auf 97,50 Euro nach.

Am Markt wurde auf Positives und Negatives im Zahlenwerk verwiesen sowie auch auf zahlreiche Anpassungen, die der VW-Konzern zur Vorlage seines Quartalsberichts vornahm. Jefferies-Analyst Philippe Houchois hob hervor, dass der Umsatz- und Margenausblick am oberen Ende der Prognose bestätigt worden sei, aber derjenige für die Auslieferungen wegen der Produktionsengpässe gesenkt wurde.

Zudem sieht Houchois die grundlegenden Zahlen von VW ohne Sondereffekte zwar als "besser als erwartet" an, bemängelte aber den "immer noch schwachen freien Barmittelzufluss". JPMorgan-Experte Jose Asumendi schränkte zudem mit Blick auf das bereinigte operative Ergebnis der Wolfsburger ein, dass unklar sei, ob die Sondereffekte für den Börsengang der Sportwagen-Tochter Porsche und die Abschreibungen auf Vermögenswerte in Russland bei den Markterwartungen bereits herausgerechnet worden seien oder nicht.

Licht und Schatten wurde auch in den Porsche-Zahlen gesehen. Hier sprach Analyst Tom Narayan von RBC von starken Eckdaten. Das Unternehmen habe seine Schätzungen bei operativem Gewinn und Barmittelzufluss übertroffen. Dass der Ausblick nicht angehoben wurde, wie dies zum Teil von Investoren erwartet worden sei, dürfte ihm zufolge nur der Vorsicht des Managements geschuldet sein.

UBS-Experte Patrick Hummel hingegen schrieb: "Was den Umsatz und die Ertragskraft betrifft, so lag Porsche im dritten Quartal hier deutlich unter dem ersten Halbjahr." Geringere Auslieferungen aufgrund von Engpässen hätten die Marge im Quartalsvergleich belastet. Die Zahl der Aufträge sei indes gestiegen. Dies und die weiterhin grundsolide Nachfrage dürften jedoh für eine gewisse Zuversicht sorgen, resümierte er. Kursverluste der Aktie hatte er bereits vor dem Handelsstart erwartet.