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AKTIEN IM FOKUS: Rheinmetall und Hensoldt gefragt - Rüstungsausgaben im Blick

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Aktien von Rheinmetall DE0007030009 und Hensoldt DE000HAG0005 haben ihren positiven Trend am Montagmorgen fortgesetzt. Sie profitieren weiterhin von der Aussicht auf reichlich Bestellungen westlicher Staaten zur Stärkung der Verteidigungskraft sowie zur Unterstützung der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Rheinmetall stiegen im frühen Handel um 2,4 Prozent auf 344,80 Euro, Hensoldt um knapp 3 Prozent auf 31,08 Euro.

Die Rheinmetall-Aktien erklommen damit ein weiteres Rekordhoch - ihr Plus im noch jungen Jahr 2024 steigt damit auf gut 20 Prozent, womit sie nun fast auf den Dax DE0008469008-Spitzenreiter und Softwarekonzern SAP DE0007164600 fast aufgeschlossen haben. Die Hensoldt-Papiere bauten das Jahresplus auf 27 Prozent aus und damit auch die Führung im MDax DE0008467416.

Die Blicke bleiben auf die USA gerichtet, wo die Debatte um weitere US-Militärhilfen für die Ukraine weitergeht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich nach seinem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden in Washington am Freitag (Ortszeit) zuversichtlich gezeigt, dass die US-Militärhilfe für die Ukraine aufrechterhalten werden kann.

Hinzu kommt ein Interview des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger im "Handelsblatt", in dem er über den geplanten massiven Ausbau der Produktion von Artilleriegranaten spricht. "Wir sind dabei, unsere Kapazitäten für Pulver, wie es unter anderem für die Treibladungen von Artilleriegeschossen benötigt wird, an einzelnen Standorten zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen", sagte der Manager. Bis zum kommenden Jahr werde Rheinmetall eine ausreichende Menge produzieren können, um Europa versorgen zu können. "Alles in allem wollen wir 2025 bis zu 700 000 Artilleriegeschosse pro Jahr produzieren."

Der 61-Jährige rechnet zudem mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets nach Auslaufen des Sondervermögens für die Bundeswehr. "Wenn die Summe aufgebraucht ist, dann wird es eine deutliche Erhöhung geben müssen", sagte er. Ohne eine Aufstockung würde es schwer werden, Deutschland verteidigungsfähig zu machen. "Dazu gibt es nur zwei Wege: dass das Verteidigungsbudget substanziell erhöht wird oder dass es noch ein Sondervermögen gibt."