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AKTIEN IM FOKUS: Deutsche Bank und DWS leiden nach Zahlen - Commerzbank stark

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Quartalszahlen der deutschen Banken sind am Mittwoch auf ein unterschiedliches Echo am Markt gestoßen. Sowohl die Deutsche Bank <DE0005140008> als auch die Commerzbank <DE000CBK1001> waren mit einem überraschend hohen Gewinn ins Jahr gestartet. Doch während die Commerzbank davon mit einem deutlichen Kursplus profitierte, ging es für die Aktien der Deutschen Bank kräftig bergab. Auch die Anteilsscheine der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS <DE000DWS1007> verzeichneten Verluste, nachdem diese für das erste Quartal überraschend Mittelabflüsse berichtet hatte - Analysten hatten hingegen mit Zuflüssen gerechnet.

Gegen Mittag büßten Deutsche Bank als klares Dax-Schlusslicht gut sechs Prozent auf 9,512 Euro ein - im frühen Handel hatten sie bereits den tiefsten Stand seit gut sieben Wochen markiert. Gleiches galt für die DWS-Titel, die zuletzt noch als einer der größten SDax-Verlierer <DE0009653386> um mehr als vier Prozent auf 30,22 Euro nachgaben. Auch die Aktien der Commerzbank rutschten zunächst auf ein Siebenwochentief ab. Dann schafften sie aber die Wende und legten zuletzt um über dreieinhalb Prozent zu, was einen der vorderen Plätze im MDax <DE0008467416> bedeutete.

Ein Aktienhändler attestierte der Commerzbank "brillante Ertrags- und Gewinnkennziffern". Ein "Haar in der Suppe" sei zwar die gestiegene Risikovorsorge. Doch da die Commerzbank ihren Ausblick für die Risikovorsorge bestätigt habe, könne sich die Entwicklung zum Jahresauftakt als einmaliger Effekt erweisen. Analyst Rohith Chandra-Rajan von der Bank of America sah die hohen Rückstellungen sogar positiv, da sie das Institut gut gegen Risiken abschirmten. Auch er lobte die gute Entwicklung der Erträge und gab sein Votum "Underperform" für die Aktie zugunsten der Einstufung "Neutral" auf.

Die Zahlen der Deutschen Bank charakterisierte der oben genannte Händler hingegen als durchwachsen. Dank des Investmentbankings seien die Erträge überraschend gut ausgefallen. Doch die Kosten lägen "dramatisch" über den Erwartungen, was wohl auf einige Sondereffekte zurückgehe. Die Kostenentwicklung habe erneut enttäuscht, betonte auch Amit Goel von der britischen Bank Barclays. Die Experten der US-Banken JPMorgan und Goldman Sachs sahen zudem die harte Kernkapitalquote (CET1) etwas unter den Erwartungen.

Positiver äußerte sich indes Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets: Auch wenn die Aktie zunächst kräftig verliere, in Kombination mit dem steigenden Zinsumfeld stehe die Deutsche Bank aktuell doch wesentlich besser da als noch in den vergangenen Jahren.

Bei der Fondstochter standen einem Börsianer zufolge den besser als prognostiziert ausgefallenen Erträgen und Gebühren sowie des Vorsteuergewinns die überraschenden Mittelabflüsse gegenüber. Entgegen dem erwarteten Zufluss von rund zwei Milliarden Euro sei eine Milliarde Euro abgeflossen. JPMorgan-Analyst Gurjit Kambo attestierte dem Vorsteuergewinn der DWS zudem eine durchwachsene Qualität.

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