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AKTIEN IM FOKUS 2: Banken und Versicherer gefragt nach EZB-Zinserhöhung

(neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aktien von Banken und Versicherern waren am Donnerstag wegen einer massiven Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei Anlegern besonders gefragt. Vor allem die Papiere der Deutschen Bank <DE0005140008> wurden mit einem Anstieg um 5,6 Prozent zu einem positiven Gewicht im kaum veränderten Dax <DE0008469008>.

Auch die Papiere der Rückversicherer Munich Re <DE0008430026> und Hannover Rück <DE0008402215> kamen im Dax auf Kursgewinne von jeweils etwa zwei Prozent. Im MDax <DE0008467416> fielen die Papiere der Commerzbank <DE000CBK1001> mit einem Anstieg um 5,4 Prozent auf. Europaweit war der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks <EU0009658806> mit einem Plus von 2,3 Prozent führend in der Sektorwertung. Der europäische Teilindex der Versicherungsbranche <EU0009658822> kam immerhin auf ein Plus von 1,3 Prozent.

Wie von vielen erwartet, wurde die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank mit 0,75 Prozentpunkte zur größten in der Eurozonen-Geschichte. EZB-Präsidentin Christine Lagarde bezeichnete weitere Erhöhungen in den nächsten Monaten als wahrscheinlich, genauso wie eine substanzielle Abschwächung der Wirtschaft. Experten sehen die Notenbanken weltweit in diesem Dilemma.

Banken werden von Anlegern in diesem Umfeld gerne als Profiteur angesehen, können sie im Geschäft mit Krediten oder Anleihen davon profitieren. Die Aktien der beiden deutschen Finanzhäuser könnten sich nun mit ihrem Kurssprung neues Potenzial geschaffen haben: Die Titel der Deutschen Bank kehrten nach einigen Tagen über die kurzfristig relevante 21-Tage-Linie zurück. Jenen der Commerzbank gelang der Sprung über den längerfristig bedeutenden 200-Tage-Durchschnitt.

Was die Commerzbank betrifft, äußerte sich ihr Chef Manfred Knof am Morgen optimistisch und avisierte trotz einer drohenden Rezession weiter einen Milliardengewinn für das laufende Jahr. Auch Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) zeigte sich mit der Entwicklung der Bank sehr zufrieden, strebt aber keinen schnellen Verkauf des Staatsanteils an.