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Aktien Europa: Zaghafte Stabilisierung - Lage bleibt aber angespannt

·Lesedauer: 3 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag nach der Talfahrt der vergangenen Tage etwas gefangen. Die Gewinne blieben jedoch überschaubar. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> kletterte gegen Mittag um 0,96 Prozent auf 3545,80 Punkte. Damit hat die Unterstützung in Form des Hochs aus dem Sommer 2020 bei 3451 Punkten den Kursrutsch zunächst aufgehalten.

Der französische Cac 40 <FR0003500008> stieg um 1,39 Prozent auf 6069,53 Punkte. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gab dagegen leicht um 0,24 Prozent auf 6942,72 Punkte nach.

Die extrem überverkaufte Marktlage und leichte Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt verliehen den Märkten nach anfänglichen Abgaben dann Auftrieb. Das russische Militär setzte nach eigenen Angaben am Dienstag eine neue Feuerpause in der Ukraine in Kraft. Zudem deuten die Indikationen für die Wall Street auf stabilisierte Kurse hin.

Die Lage bleibt aber fragil. Die nach wie vor große Unsicherheit hielt die Marktteilnehmer in der Reserve, wie die überschaubaren Gewinne zeigen. "Das Spektrum der denkbaren Szenarien reicht von einer schnellen Deeskalation über eine dauerhaft festgefahrene Situation bis hin zu einer Intensivierung des Konflikts", skizzierte Investmentexperte Olivier de Berranger von der Fondsgesellschaft LFDE die mögliche Entwicklung.

Das Embargo von russischen Energieimporten hängt unterdessen wie ein Damoklesschwert über den Börsen. Die deutsche Chemie-Industrie warnte vor den Kosten. Man rechne damit, "dass ein Einfuhrembargo durch steigende Kosten in vielen Lebensbereichen zu spürbaren gesamtgesellschaftlichen Belastungen führen würde", teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit.

Einige der größten Verlierer des jüngsten Kursrutsches erholten sich. So lagen Versorger- und Bankaktien vorne.

Danone <FR0000120644> stabilisierten sich nach anfänglichen Verlusten. Die Aktie zog um 0,5 Prozent an, nachdem sie in den vergangenen Tage bis in den Bereich des Corona-Tiefs 2020 gefallen war. Der Lebensmittelkonzern rechnet im laufenden Jahr mit einer schwächeren operativen Gewinnmarge. Für die Jahre 2023 und 2024 soll sich das Umsatzplus wie in diesem Jahr bewegen, der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn soll aber stärker als die Erlöse zulegen.

Der französische Telekom-Konzern Orange <FR0000133308> will unterdessen im hart umkämpften spanischen Markt gemeinsame Sache mit seinem spanischen Konkurrenten Masmovil machen. Beide Unternehmen führten Gespräche, um ihre Geschäfte in dem südeuropäischen Land zusammenzulegen, teilte Orange am Dienstag in Paris mit. Der Deal soll noch bis Sommer unterschrieben sein und bis zum zweiten Quartal 2023 abgeschlossen sein. Orange gewannen 0,2 Prozent, Telefonica legten um 0,8 Prozent zu. Anleger setzen auf einen etwas weniger harten Preiskampf im spanischen Markt.

Unter den kleineren Werten verzeichneten Aktien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien erneut Gewinne. Seit Tagen schon sind sie bei Anlegern begehrt dank der Perspektive, dass der Ukraine-Krieg die Energiewende in Europa weiter beschleunigen wird. Vestas <DK0010268606> und Siemens Gamesa <ES0143416115> rückten um 4,5 bzw. 5,4 Prozent vor.

Hinzu kam ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Diese schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, der US-Finanzinvestor KKR erwäge einen Kauf des französischen Unternehmens Albioma, das im Bereich Solar und Biomasse seine Stärken hat. Die Aktie zog um über zehn Prozent an. Gefragt waren zudem die extrem volatilen Wasserstoffwerte, die teilweise prozentual zweistellig kletterten.