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Aktien Europa: Unsicherheit um Pandemie hält Börsen im Zaum

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Angesichts der Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise haben Europas Börsen zu Beginn der neuen Woche auf der Stelle getreten. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> zeigte sich am späten Montagvormittag mit 3269 Punkten nahezu unverändert. Allerdings holte das Börsenbarometer anfängliche Verluste damit auf. Der Index verharrte wie schon in der vergangenen Woche knapp unter der Marke von 3300 Zählern.

Vor allem der zuletzt starke Anstieg von Neuinfektionen in Deutschland habe unter Investoren neue Sorgen ausgelöst, schrieb Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Zwar sei die absolute Zahl noch vergleichsweise gering; sie könne aber rasch wieder steigen, so die Befürchtung am Markt. Die von Anlegern in den vergangenen Monaten unterstellte starke wirtschaftliche Erholung drohe dadurch gefährdet zu werden.

In Paris rückte der Cac 40 <FR0003500008> um 0,18 Prozent auf 4989 Zähler moderat vor. In London lag der FTSE 100 <GB0001383545> mit 0,05 Prozent im Minus bei 6289 Punkten.

Zu den Verlierern unter den europäischen Schwergewichten zählten denn auch solche Aktien, die als besonders anfällig für Belastungen durch die Corona-Krise gelten. So verloren Airbus <NL0000235190> 0,9 Prozent und die Papiere des IT-Dienstleisters für die Reisebranche Amadeus IT <ES0109067019> 0,6 Prozent. Aktien von Fluggesellschaften wie Air France-KLM <FR0000031122> und IAG <ES0177542018> büßten 2,6 beziehungsweise 3,7 Prozent ein.

An der Pariser Börse setzten sich die Aktien von Carrefour <FR0000120172> an die Spitze des Leitindex Cac 40. Sie gewannen 4,8 Prozent, nachdem die Investmentbank JPMorgan die Papiere des Handelskonzerns zum Kauf empfohlen hatte.

Stärkster Sektor waren am Montag die Automobilaktien, der Sektorindex <EU0009658681> rückte um 1,2 Prozent vor. Schwäche zeigten hingegen die Telekomwerte, deren Subindex <EU0009658947> verlor 0,8 Prozent.