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Aktien Europa: Kurserholung - Reise- und Freizeitbranche im Aufwind

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An Europas Börsen haben sich am Donnerstag die Kurse von ihrem Rücksetzer am Vortag erholt. Deutliche Kursgewinne an der Wall Street halfen dabei. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone rückte gegen Mittag um 0,84 Prozent auf 4180,61 Punkte vor.

In Paris legte der französische Cac 40 <FR0003500008> um 1,09 Prozent auf 6655,36 Punkte zu. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> stand 0,53 Prozent höher auf 7053,57 Punkten.

Sorgen wegen der anhaltenden regulatorischen Eingriffe Chinas in die dortige Wirtschaft und die Probleme beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande spielten am Donnerstag für die Anleger an Europas Aktienmärkten allenfalls eine untergeordnete Rolle. Am Nachmittag könnten wichtige US-Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze, Zahlen vom Arbeitsmarkt und die Industriestimmung in der Region Philadelphia weitere Bewegung bringen.

Schwächster Sektor in Europa und einer der wenigen mit negativen Vorzeichen waren die Rohstoffwerte <EU0009658624> mit minus 0,4 Prozent. Oben im Stoxx-600-Branchentableau verzeichnete die Reise- und Freizeitbranche <CH0019112744> einen Zuwachs von gut drei Prozent. Optimistische Aussagen von Ryanair <IE00BYTBXV33> zur Geschäftsentwicklung und etwas Entspannung in der Corona-Pandemie gaben dem Sektor Rückenwind. So wies die Commerzbank darauf hin, dass in Deutschland die Infektionszahlen weiter rückläufig seien, in Dänemark Corona nicht mehr als gesellschaftskritische Krankheit gelte und in den USA die Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung umstritten sei.

Im EuroStoxx gewannen die Anteile des Glücksspielekonzerns Flutter <IE00BWT6H894> als zweitbester Wert 3,4 Prozent. Ryanair legten in London um sechs Prozent zu. Die irische Billigfluggesellschaft hatte ihr Wachstumsziel angehoben.

Inditex <ES0148396007> kletterten an der EuroStoxx-Spitze auf ein Hoch seit Ende Juni und erholten sich somit von ihrer Schwäche am Vortag im Zuge der jüngsten Geschäftszahlen. Die Papiere des Modekonzerns verteuerten sich zuletzt um 3,8 Prozent.

Eine wohl anstehende Übernahme von Lagardere <FR0000130213> durch Vivendi <FR0000127771> ließ die Aktien des französischen Medien- und Verlagskonzerns um fast 20 Prozent nach oben schnellen. Vivendi gaben moderat nach. Vivendi will den Anteil des Finanzinvestors Amber Capital an Lagardere übernehmen. Dies hätte ein Pflichtangebot für Lagardere zur Folge. Vivendi dürfte wohl in erster Linie am internationalen Verlagsgeschäft von Lagardere interessiert sein, schrieb Analyst Daniel Kerven von JPMorgan. Dies würde Größenvorteile und Kosteneinsparungen für die Verlagsgruppe Editis von Vivendi bedeuten.

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