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Aktien Europa: Kein Zug mehr nach oben - Sanofi und GSK bärenstark

PARIS/LONDON (dpa-AFX) -Nach schwachen Konjunkturdaten aus China hat sich zur Wochenmitte die Konsolidierung an Europas Börsen fortgesetzt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab am Mittwoch gegen Mittag um ein halbes Prozent auf 3919 Punkte nach. Er lotete den niedrigsten Stand seit gut zwei Wochen aus.

Eine schwache globale Nachfrage und Corona-Lockdowns haben den chinesischen Außenhandel einbrechen lassen. Die Ausfuhren gingen in US-Dollar berechnet im November um 8,7 Prozent überraschend stark zurück im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Einfuhren sackten sogar um 10,6 Prozent ab und damit stärker als vorhergesagt.

Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank nannte diese Zahlen "eine Enttäuschung". Die Exporte wie auch die Importe seien so stark zurückgegangen wie seit Februar 2020 zu Beginn der Pandemie nicht mehr. Chinas Führung antworte nun mit Lockerungen der Corona-Restriktionen auf diese Schwäche.

Auch die großen europäischen Handelsplätze meldeten leichte Verluste: Der französische Cac 40 FR0003500008 gab um 0,4 Prozent auf 6663 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 lag mit 0,1 Prozent auf 7517 Zähler nur moderat in der Verlustzone.

Angesichts der schwachen Wirtschaftsdaten aus China verbuchten an Europas Börsen die Öl- und Gas- EU0009658780 sowie die Rohstoffproduzenten EU0009658624 die größten Verluste, beide Sektoren verloren 2 Prozent. China ist der weltweit größte Rohstoffimporteur.

Stärkster Sektor waren die Pharmawerte EU0009658723 mit einem Plus von 0,8 Prozent. Hier stützten hohe Kursgewinne der Pharmariesen GSK GB0009252882 und Sanofi FR0000120578 von 7 beziehungsweise sogar 9 Prozent. Eine Richterin im US-Bundesstaat Florida hatte entschieden, dass die Pharmakonzerne sich nicht mit fast 5000 Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken des Medikaments Zantac gegen Sodbrennen stellen müssen. Damit könnten die Unternehmen um milliardenschwere Schadensersatzzahlungen herumkommen, sagten Analysten, auch wenn der finale Ausgang angesichts anderer Klagen noch unklar sei.

Aktien von Airbus NL0000235190 verloren 2,6 Prozent, nachdem sich der Flugzeugbauer etwas vorsichtiger zu den diesjährigen Auslieferungen geäußert hatte. Das Schlusslicht im EuroStoxx 50 waren Kering FR0000121485-Aktien mit einem Minus von 3,3 Prozent. Die Investmentbank UBS CH0244767585 hatte die Kaufempfehlung für die Papiere des Luxusgüterkonzerns gestrichen.