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Aktien, Crash & Co.: Solltest du jetzt „dein Pulver trocken halten“?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Solltest du jetzt aus Angst vor einem Crash bei Aktien „dein Pulver trocken halten“? Übrigens eine interessante Redewendung. Wusstest du, dass der Ursprung dieses Sprichwortes beim Schießpulver zu finden ist, das lediglich zünden konnte, wenn es trocken war? Das könnte in Anbetracht einer potenziell explosiven Lage an den Märkten vielleicht etwas irreführend sein.

Aber zurück zum Thema: Foolishe Investoren dürften sich diese Frage vermehrt stellen. Viele Indizes notieren weiterhin hoch. Das Rückschlagspotenzial könnte wieder größer sein. Das könnte diese Fragestellung derzeit interessanter denn je werden lassen.

Schauen wir im Folgenden daher einmal, inwiefern es ratsam sein kann, sein Pulver jetzt trocken zu halten. Was man als Foolisher Investor aber keineswegs tun sollte.

Ein wenig Pulver trocken halten?

Wenn du mich fragst, so könnte es jedenfalls nicht verkehrt sein, ein wenig Pulver trocken zu halten. Wie gesagt: Die Bewertungslage ist derzeit unzweifelhaft ein bisschen höher. So mancher Foolishe Investor wird möglicherweise weniger attraktive und auf den ersten Blick günstige Chancen erkennen. Investieren, bloß um des Investierens willen ist natürlich nicht Sinn der Sache.

Zudem kann es angebracht sein, sich ein wenig Flexibilität für den Fall der Fälle offenzuhalten. In Zeiten eines Crashs sind die Bewertungen schließlich besonders günstig. Wohl dem, der in einer solchen Phase auf einen Puffer zurückgreifen kann, um zu investieren. Das kann langfristig nicht nur das Renditepotenzial deutlich erhöhen. Nein, sondern gibt auch Handlungsmöglichkeiten, wenn der Markt einmal in eine volatile Phase verfallen sollte. Und Foolishen Investoren dadurch womöglich etwas mehr Sicherheit.

In diesem Sinne kann es ratsam sein, ein wenig Pulver trocken zu halten. Allerdings gibt es auch Dinge, die du meiner Meinung nach definitiv nicht tun solltest. Auch darum soll es im Folgenden noch ein wenig gehen.

So nicht, Fool!

Was du beispielsweise nicht tun solltest, ist per se deine Aktien zu verkaufen, weil du etwas Volatilität fürchtest. Oder sogar einen Crash. Die investierten Mittel, die bereits in langfristig aussichtsreiche Aktien mit weiterem Potenzial gebunkert sind, sollten nicht angerührt werden. Niemand kann schließlich sagen, ob die jeweiligen Aktien mit weiterem langfristigen Potenzial nicht noch Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre weiterklettern, ehe sie etwas korrigieren. Das Timen des Marktes ist kein guter Grund, um sein Pulver trocken zu halten.

Zudem sollte man als Foolisher Investor nicht darüber nachdenken, jetzt gar nicht mehr zu investieren. Mit einem selektiven Ansatz und insbesondere bei trend- und wachstumsstarken Aktien kann es noch immer einige Chancen geben. Sich diese entgehen zu lassen, kann ebenfalls ein teurer Fehler sein. Wie gesagt: Es gibt keine Sicherheit, dass eine Korrektur oder ein Crash kommen wird.

Überlege daher gut, ob du wirklich keine Investitionsmöglichkeiten mehr siehst. Oder, ob du versuchst, mit jedem Mittel dein Pulver trocken zu halten. Zu verkaufen oder gar nicht mehr zu investieren sind jedenfalls schlecht Ratschläge.

Pulver trocken halten: Mit Maß!

Es kann daher ratsam sein, ein wenig Pulver trocken zu halten und etwas Cash aufzubauen. Flexibilität in einer volatilen Phase kann überaus wichtig sein. Einfach alle Zelte abzureißen, zu verkaufen oder auch gar nicht mehr zu investieren ist jedoch ein falscher, unFoolisher Ansatz.

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