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Aktie von Immobilienkonzern Evergrande wieder gehandelt

Ng Han Guan/AP/dpa

Hongkong (dpa) - Nach dem Handelsstopp der Aktien von Chinas hoch verschuldetem Immobilienriesen China Evergrande sind die Papiere am Dienstag auf dem Parkett in Hongkong wieder gehandelt worden. Die Aktien der Evergrande Group und der Immobilienservice Gruppe von Evergrande würden ab 9.00 Uhr (Ortszeit) wieder gehandelt, teilte die Börse in Hongkong mit. Zuvor hatte die Unternehmensgruppe bekanntgegeben, die Wiederaufnahme des Handels beantragt zu haben.

Am 28. September hatte der Konzern aus dem südchinesischen Shenzhen den Handel mit seinen Anteilen an der Hongkonger Börse gestoppt. Der Immobilien-Gigant steckt seit Jahren in einer schweren Krise und ist mit umgerechnet zig Milliarden Euro verschuldet.

Zudem ermitteln die Behörden laut dem Unternehmen gegen Vorstandschef Hui Ka Yan und weitere Angestellte. Der Vorstand habe aber entschieden, dass keine weiteren Insiderinformationen aus dem Unternehmen veröffentlicht werden müssten, teilte die Gruppe am Montag mit. China Evergrande konnte außerdem zuletzt Termine für die Rückzahlung ausstehender Schulden nach eigenen Angaben nicht einhalten.

Kursentwicklung

Die Anleger ließen die Aktie der Evergrande Group zu Handelsbeginn um 42 Prozent auf 0,46 Hongkong-Dollar (etwa 0,056 Euro) in die Höhe schießen. Kurz danach gaben die Papiere wieder nach. Am Nachmittag pendelte sich die Aktie bei ungefähr 0,39 Hongkong-Dollar ein, einem Plus von rund 20 Prozent. Der Handelsstopp war nicht der erste für die China Evergrande Group. Ende August konnten die Papiere in Hongkong wieder gehandelt werden, nachdem sie davor mehr als ein Jahr ausgeschlossen waren. Damals rauschte der Kurs um mehr als 80 Prozent in den Keller.

Neben China Evergrande haben auch andere große Bauträger Schulden. Die gesamte Immobilienbranche der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt durchlebt seit längerem eine schwere Krise. Weil der Sektor einen wesentlichen Teil zur Wirtschaftsleistung Chinas beiträgt, besteht die Sorge, dass die Krise die Ökonomie des gesamten Landes mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Mit ein Grund für die Krise ist die gesunkene Nachfrage nach Wohnungen. Außerdem investierten die Immobilien-Konzerne nach Meinung mancher Analysten nicht nachhaltig und konnten ohne das Geld ihrer Käufer weder zugesagte Projekte fertigbauen noch ausstehende Kredite bedienen. Die Regierung in Peking versuchte die vor Jahren spürbare Entwicklung in der Branche aufzuhalten und führte strengere Regeln für die Finanzierung der Unternehmen ein.