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AKTIE IM FOKUS: Qiagen macht Anlegern Hoffnung für die Zeit nach Covid

FRANKFURT (dpa-AFX) - Qiagen <NL0012169213> kommt auch ohne die Pandemie vorwärts und das haben die Anleger am Mittwoch nach den Quartalszahlen des Diagnostik-Unternehmens honoriert. Mit dem Sprung über ihr Zwischenhoch von vor knapp drei Wochen erreichten sie den höchsten Kurs seit Anfang Januar.

Zuletzt gewannen sie als einer der Favoriten im Dax <DE0008469008> 4,2 Prozent auf 44,81 Euro und ließen damit auch die aus charttechnischer Sicht wichtige 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend hinter sich. Der deutsche Leitindex rückte derweil um rund eineinhalb Prozent vor.

Analyst Falko Friedrichs von der Deutschen Bank schrieb von guten Zahlen im vierten Quartal 2021 und von einem zuversichtlichen Ausblick. So liege der Umsatz im Schlussquartal um zehn Prozent über der Konsensschätzung und das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sogar um 17 Prozent darüber. Noch erfreulicher sei aus Investmentsicht, dass das Nicht-Covid-Geschäft stark abgeschnitten habe.

Peter Welford, Analyst beim Investmenthaus Jefferies, sah das ähnlich. Die Gewinne im Schlussquartal lägen über den Markterwartungen, die Covid-19-bedingten Erlöse hätten zu einem stärkeren Abschneiden geführt als gedacht. Er lobte, dass das Wachstum aus dem Nicht-Covid-Geschäft robust gewesen sei. Die aktuellen Marktschätzungen bewegten sich am unteren Ende des erstmals für 2022 gegebenen Ausblicks, sodass hier womöglich moderater Spielraum nach oben bestehe. Insgesamt stimme das Zahlenwerk von Qiagen zuversichtlich.

Qiagen steht seit längerer Zeit im Fokus von Interessenten. Eine Übernahme durch den US-Laborausrüster Thermo Fisher Scientific war 2020 am Widerstand der Aktionäre gescheitert. Im Herbst vergangenen Jahres waren dann erneut Übernahmegerüchte aufgekommen. Dabei war auch Fantasie hinsichtlich einer möglichen Fusion mit dem französischen Wettbewerber Biomerieux <FR0010096479> Thema am Markt gewesen.

An diesem Mittwoch erklärte der Finanzvorstand des Unternehmens während der Telefonkonferenz zum Quartalsbericht, man sehe sich auch allein gut aufgestellt und verfüge über genügend Schlagkraft für eigene Zukäufe und Aktienrückkäufe.