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AKTIE IM FOKUS: Linde profitieren von Aktienrückkauf und Dividendeerhöhung

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ankündigung einer Dividendenerhöhung und weiterer Aktienrückkaufe hat den Linde-Aktien <IE00BZ12WP82> am Dienstag einen Kurssprung beschert. Die Papiere des Industriegasekonzerns machten als Spitzenreiter im Dax <DE0008469008> ihre Vortagesverluste mit plus 3,49 Prozent mehr als wett und kosteten 210,30 Euro. Zugleich stoppten sie damit ihren Abwärtstrend der vergangenen zwei Wochen.

Am Vorabend hatte Linde mitgeteilt, dass die Quartalsdividende um 10 Prozent auf 1,06 US-Dollar je Aktie steigt. Zudem wurde ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 5 Milliarden Dollar angekündigt. Es soll das noch bis zum 1. Februar laufende Programm ersetzen.

Die Quartalsdividende liege etwas über seiner Erwartung sowie der mittleren Marktschätzung, sagte Commerzbank-Analyst Fabian Semon. Mit einem Verhältnis der Nettoschulden zum operativen Ergebnis (Ebitda) von zwei könne sich der Gasekonzern die Fortsetzung von Aktienrückkäufen leisten, nicht zuletzt angesichts eines erwarteten operativen freien Mittelzuflusses von 3,4 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.

Ein Händler verwies darauf, dass der maximale Aktienkaufbetrag von 15 Prozent des Grundkapitals nur ein theoretischer Wert sei. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses könnte der Konzern rund 20 Millionen Aktien erwerben, was 3,8 Prozent aller Papiere entspreche. Eine positive Überraschung sei hingegen die Dividendensteigerung um 10 Prozent. Linde sei eines der ganz wenigen Unternehmen, das im Krisenjahr 2020 ein zweistelliges Gewinnwachstum ausweisen dürfte.

Die Linde-Aktien mussten im Zuge des Corona-Crashs vergangenen März kräftig Federn lassen. Vom alten Höchststand knickten sie um rund 37 Prozent auf 130,45 Euro ein. In der Folgezeit kam es dank der Hoffnung auf eine halbwegs schnelle Wirtschaftserholung deutlichen Kurserholung. Mit einem Jahresschlusskurs von 213 Euro wurden die Verluste aus dem Crash bereits mehr als aufgeholt. Trotz des Corona-Einbruchs gewann das Papier damit 2020 rund 12 Prozent. Seit Anfang 2021 ist die aktuelle Bilanz mit minus 1,3 Prozent hingegen noch negativ.