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AKTIE IM FOKUS: Evotec mit neuem Erholungsversuch - Kooperation mit Pfizer

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) -Die Aktien des Pharmawirkstoff-Forschers Evotec dürften sich am Mittwoch nach dem Vortagesrückschlag wieder dem Widerstand um 10 Euro nähern. In diesem Bereich war die Erholung vom Tief seit 2017 bei 7,22 Euro in den vergangenen Handelstagen in Stocken geraten. Am Mittwochmorgen stieg der Kurs auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 1,5 Prozent auf 9,53 Euro.

Zuvor hatten die Hamburger eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem US-Pharmakonzern Pfizer bei der frühen Forschung in den Bereichen Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten bekannt gegeben. Finanzielle Details wurde nicht genannt. "Obwohl diese Zusammenarbeit kurzfristig nicht zu signifikanten Umsatz- und Ergebnisbeiträgen führen wird, ist sie ein weiterer Hinweis auf Evotecs starke wissenschaftliche Position in der frühen Arzneimittelentwicklung", sagte ein Händler. Mit dieser ziehe Evotec weiterhin große Kooperationspartner an sich.

Erst am Montag hatte Evotec mitgeteilt, die Partnerschaft mit dem schweizerischen Pharmakonzern Sandoz CH1243598427 erweitert zu haben. RBC-Analyst Charles Weston hatte den Ausbau der Partnerschaft mit Sandoz gelobt, da er die künftige Kapazitätsauslastung verbessern werde. Zudem sei Sandoz ein großer, bedeutender Kunde, weshalb die Mitteilung die Fähigkeiten des Biologika-Segments hervorhebe.

Marktexperte Andreas Lipkow hatte zudem auf die starken Kursverluste der Aktie bis Mitte Juni verwiesen. "Das Unternehmen ist nach den starken Kursrückgängen zum Objekt für potenzielle Übernahmespekulationen geworden. Zugleich zeigt sich nun, dass Evotec auch durchaus interessante Kooperationen beziehungsweise Vertiefungen von bestehenden Partnerschaften angeht."

Die Talfahrt der Evotec-Aktien hatte sich im April nochmals beschleunigt, nachdem das Unternehmen einen vorsichtigen Geschäftsausblick gegeben hatte. Der MDax-Konzern reagierte auf ein schwieriges Marktumfeld mit einer Neuausrichtung. Zuvor hatten die Papiere noch um 14 Euro gekostet. Zu Hochzeiten der Corona-Pandemie 2021 waren es sogar knapp 46 Euro gewesen.