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AKTIE IM FOKUS: Dermapharm steigen nach Zahlen wieder Richtung Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein hohes Wachstumstempo des Pharmaunternehmen Dermapharm <DE000A2GS5D8> hat am Mittwoch die Anleger am Aktienmarkt angezogen. Sie stiegen am frühen Nachmittag gegen den Trend am Gesamtmarkt um 2,31 Prozent auf 36,32 Euro und nahmen damit Kurs auf ihr Rekordhoch.

Damit setzten sie sich noch ein Stück weiter nach oben hin von der 21-Tage-Linie ab, die charttechnisch interessierten Anlegern den kurzfristigen Trend signalisiert und aktuell bei etwas über 35,60 Euro liegt.

Zudem befindet sich die im September 2019 in den SDax <DE0009653386> aufgenommene Aktie wieder auf dem Weg zu ihrem Rekordhoch. Erst Ende Oktober hatte das Papier bei 36,525 Euro den bislang höchsten Stand in seiner noch kurzen Börsengeschichte erreicht. Das auf dermatologische Mittel spezialisierte Unternehmen aus Bayern war Februar 2018 zu einem Ausgabepreis von 28,00 Euro an die Börse gegangen.

"Dermapharm konnte mit den Zahlen die Erwartungshaltung der Investoren erfüllen", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Die Ergebniszahlen können sich sehen lassen und auch der Ausblick sieht sehr vielversprechend aus." Gerade der eher defensive Charakter des Unternehmens habe Charme und könnte für weitere Kurssteigerungen sorgen. Für ein Pharmaunternehmen seien die Margen und geplanten Umsatzzuwächse gut.

Vor allem umsatzseitig habe Dermapharm positiv überrascht, schrieb Analyst Daniel Wendorff von der Commerzbank. Das Wachstum von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr übertreffe die für das Gesamtjahr erwartete Wachstumsprognose des Unternehmens von 14 bis 19 Prozent bei Weitem. Dabei hätten sowohl die Sparte mit Markenarzneimitteln als auch die Tochter Axicorp (Parallelimportgeschäft) eine überzeugende Umsatzentwicklung hingelegt. Nur der Bereich Pflanzliche Extrakte habe etwas schwächer als von ihm erwartet abgeschnitten.

Wendorff bemängelte allerdings etwas die Profitabilität des Pharmaunternehmens. Mit Blick auf die bereinigte Marge für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe er mehr erwartet gehabt.