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AKTIE IM FOKUS 2: Starkes Quartal von HeidelbergCement keine Versicherung

·Lesedauer: 2 Min.

(aktueller Kurs, mehr Analystenstimmen und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der starken Geschäftsentwicklung von HeidelbergCement <DE0006047004> hat am Donnerstag die Aktie des Baustoffherstellers belastet. Nach anfänglichen Gewinnen von bis zu 2 Prozent drehte sie in die Verlustzone. Gegen Mittag büßte das Papier 2 Prozent ein auf gut 52 Euro und war somit drittschwächster Wert im Leitindex Dax <DE0008469008>.

Dabei hatte die HeidelbergCement-Aktie am Vortag erst die 200-Tage-Linie überwunden, die aktuell bei 52,20 Euro verläuft. Für charttechnisch orientierte Anlegern ist diese Durchschnittslinie ein wichtiger Indikator für den längerfristigen Trend. Und auf diesen achten Investoren zunehmend, denn HeidelbergCement hat bislang kein gutes Jahr hinter sich: Knapp 20 Prozent hat der Aktienkurs seit Jahresbeginn verloren und zählt damit zu den größten Verlierern im Dax. Das Minus des Leitindex beträgt in diesem Jahr knapp 6 Prozent.

Unisono lobten Analysten nun zwar das überraschend starke dritte Quartal des Zementherstellers. Das operative Ergebnis (Ebitda) in Höhe von 1,328 Milliarden Euro habe seine Schätzung leicht übertroffen und die am Markt noch etwas deutlicher, hob etwa der Commerzbank-Experte Norbert Kretlow hervor. Die Treiber hinter der positiven Überraschung seien die Geschäftsentwicklung in West- und Südeuropa und im asiatisch-pazifischen Raum gewesen, konkretisierte er.

Patrick Creuset von Goldman Sachs sprach von einem "starken Ebitda". Einige Analysten rechnen nun mit höheren Marktschätzungen für das Gesamtjahr 2020. Zu diesen Experten zählt auch Elodie Rall von der US-Bank JPMorgan.

Nabil Ahmed von der Barclays Bank verwies indes darauf, dass ein stärkeres Quartal letztlich erwartet worden sei, nachdem Wettbewerber bereits positiv überrascht hätten. Zwar sieht auch er Aufwärtspotenzial für die Marktschätzungen 2020 für das Ebitda und die Barmittel, der Fokus liege aber nun auf 2021. "Die Augen sind nun auf die Nachhaltigkeit der Margengewinne in einem noch unsichereren Umfeld gerichtet."

Ebenso sieht es Kretlow. Der Commerzbank-Experte hatte neben dem starken Ebitda ebenfalls die dank Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen erfreuliche Margenüberraschung im abgelaufenen Quartal gelobt. "Doch diese aktuelle Dynamik kann wegen der Unsicherheiten in den für den Zementhersteller relevanten Endmärkten nicht einfach auf die künftige Entwicklung übertragen werden", warnte er. Daher sieht er die aktuelle Aktienbewertung als gerechtfertigt an und bestätigte sein neutrales Anlage-Urteil "Hold"./ck/bek/fba

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