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AKTIE IM FOKUS 2: Siemens Energy brechen um 35% ein - Bürgschaftsverhandlungen

(neu: Einstieg, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im freien Fall befanden sich am Donnerstag ein weiteres Mal die in diesem Jahr schon schwer gebeutelten Aktien von Siemens Energy DE000ENER6Y0. Der Kurs brach zeitweise um fast 40 Prozent auf das Rekordtief von 6,40 Euro ein. Letztlich büßten die Papiere des Energietechnikkonzerns 35,5 Prozent auf 6,87 Euro ein. Verantwortlich für das Kursdebakel waren bestätigte Verhandlungen des Unternehmens mit dem Bund über Milliardenbürgschaften. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Siemens Energy zufolge werden nun Vorgespräche geführt mit unterschiedlichen Parteien für Garantien, darunter auch Partnerbanken und Bundesregierung. Maßnahmen zur Stärkung der Bilanz würden geprüft. "Bei den Themen Neuverschuldung und Finanzierungsprobleme reagieren die Börsianer derzeit sehr allergisch und nehmen sofort Abstand von dem Unternehmen", sagte Marktexperte Andreas Lipkow.

Siemens Energy wird zudem nach eigenen Angaben wohl die Marktschätzungen im Windgeschäft 2024 verfehlen. Laut Analyst Akash Gupta von JPMorgan steigt nun das Risiko einer Kapitalerhöhung.

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"Ohne die Garantien müsste das Unternehmen womöglich auf Großaufträge verzichten", hieß es in dem Artikel. "Die Ex-Mutter Siemens DE0007236101 soll ebenfalls einspringen, ziert sich aber." Siemens-Aktien schlossen mit einem Minus von 4,5 Prozent. Der Siemens-Konzern ist noch mit knapp einem Drittel an Siemens Energy beteiligt.

Siemens Energy geht schon länger wegen der massiven Probleme im Windgeschäft von einem Jahresverlust von mehreren Milliarden Euro aus. Mit einem Minus von mehr als 60 Prozent sind die Aktien 2023 das Dax-Schlusslicht DE0008469008. Das Unternehmen scheine sich an dem Brocken Gamesa massiv verschluckt zu haben, konstatiert Lipkow.

Ende Juni hatten die Papiere von Siemens Energy schon einmal einen Tagesverlust in ähnlicher Größenordnung verbucht wie am Donnerstag, mit einem Minus von etwas über 37 Prozent. Damals musste das Unternehmen wegen anhaltender Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa die Gewinnprognose zurückziehen. Damit ist Siemens Energy unter den Top Ten der größten Dax-Tagesverlierer.

An der Börse ist Siemens Energy mittlerweile nur noch rund fünfeinhalb Milliarden Euro wert.