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AKTIE IM FOKUS 2: Mittelfristziele von Maschinenbauer Gea kommen gut an

·Lesedauer: 2 Min.

(neu: Gewinne weiter geschmolzen, Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Wachstumsstrategie des Maschinen- und Anlagenbauers Gea <DE0006602006> hat am Mittwoch den Nerv der Anleger getroffen. Im frühen Handel schossen die Papiere um fast fünf Prozent in die Höhe und radierten damit eine dreitägige Verlustserie fast nahezu aus. Im Verlauf ließ der Schwung aber nach. Am Ende stand noch ein Plus von 2,1 Prozent zu Buche. Mit 39,14 Euro ging die Aktie unweit des Tagestiefs aus dem Handel.

Gea präsentierte zur Wochenmitte anlässlich seines Kapitaltags neue Mittelfristziele. Das MDax <DE0008467416>-Unternehmen will bis 2026 seinen Umsatz auf rund sechs Milliarden Euro steigern und die operative Marge (Ebitda) bis dahin auf mehr als 15 Prozent verbessern. Dafür will der Konzern auch kräftig investieren, jährliche Ausgaben von 200 Millionen Euro sind geplant. Finanzchef Marcus Ketter stellte zudem Erhöhungen der Dividende in Aussicht.

Analysten reagierten erfreut: Der Anlagenbauer habe auf dem Kapitalmarkttag ambitionierte Ziele verkündet, schrieb RBC-Experte Sebastian Kuenne in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Ähnlich äußerte sich UBS-Anaylst Sven Weier, der von einer zuversichtlicher als gedacht ausgefallenen Veranstaltung sprach.

Experte Akash Gupta von der US-Investmentbank JPMorgan hob in einer ersten Reaktion insbesondere die Margenprognose hervor. Diese sei höher als von ihm erwartet. Mit Blick auf den Umsatz bis 2026 liege der Anlagenbauer aber im Rahmen seiner Schätzungen. Die Bewertung der Aktie hält der Branchenkenner allerdings derzeit für ausgereizt - er beließ sein Votum auf "Neutral" und sieht mit einem Kursziel von 36 Euro etwas Rückschlagpotenzial.

Tatsächlich hat die Aktie in den vergangenen Monaten kräftig zugelegt, nicht zuletzt auch dank des von Unternehmenschef Stefan Klebert eingeläuteten Konzernumbaus. Zudem laufen die Geschäfte bei den Düsseldorfern derzeit gut, Ende Juli hatte das Management seine Jahresziele angehoben. In der Folge hatte der Kurs bis Mitte September bei 41,31 Euro das höchste Niveau seit Anfang 2018 erreicht. Allein seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf etwa ein Drittel.

Geas Margenziele sind derweil für die kommenden Jahre vergleichsweise hoch gesteckt, befindet JPMorgan-Analyst Gupta. Er ließ gewisse Zweifel durchklingen, indem er in seinen Anmerkungen zum Kapitalmarkttag zu bedenken gab, dass der Konzern im Zeitraum 2014 bis 2021 nur ein durchschnittliches organisches Wachstum von einem Prozent erzielt habe. Dagegen ist nunmehr eine jährliche Wachstumsrate aus eigener Kraft von im Schnitt vier bis sechs Prozent angepeilt.

Auch RBC-Experte Kuenne fand ein Haar in der Suppe: Er monierte, dass Gea für 2021 und 2022 die Ziele lediglich bestätigt habe. Der Analyst wies darauf hin, dass die Marktschätzungen für 2022 bereits im oberen Bereich der Ziele lägen. Die Gefahr für die Gewinnentwicklung durch steigende Rohstoffkosten im Jahr 2022 müsse nun auch angesprochen werden.

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