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AKTIE IM FOKUS 2: Kursfeuerwerk bei Evotec schnell abgebrannt - 'Short Squeeze'

·Lesedauer: 2 Min.

(aktuelle Kursentwicklung, Händlerstimme)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Heftige Kursbewegungen hat es am Mittwoch bei den Papieren von Evotec <DE0005664809> gegeben. Nach zweistelligen Kursgewinnen am Vortag schossen die Anteilsscheine des Wirkstoffforschers zu Handelsbeginn zunächst um gut 30 Prozent auf 43 Euro nach oben - das höchste Niveau seit Anfang des Jahrtausends. Börsianer sahen sich in ihren Vermutungen bestätigt, die tags zuvor am Markt bereits die Runde gemacht haben: Dass ein Leerverkäufer mit seiner auf weiter fallende Kurse spekulierenden Position so weit in Schieflage geraten ist, dass er zur Eindeckung gezwungen ist. Ein klassischer "Short Squeeze" also.

Die Meritage Group meldete bereits am Dienstag den Abbau ihrer Netto-Leerverkaufspositionen und zog sich inzwischen noch weiter zurück. Hinter dem massiven Kursanstieg vermuten Marktbeobachter aber mit Melvin Capital eine andere Adresse, die noch deutlich massiver auf fallende Kurse gesetzt hatte.

Melvin Capital habe Anfang Dezember eine Leerverkaufsposition von mehr als 6 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von Evotec ausgewiesen, sagte ein Händler. Seither liefen die Papiere bis zum Ende der Vorwoche bereits um plus 13 Prozent in die falsche Richtung. In dieser Woche sprangen sie dann bis zum Vormittag um weitere 45 Prozent nach oben. Der Kaufdruck ließ inzwischen aber deutlich nach, was ebenfalls für bloße Deckungskäufe zu Handelsbeginn spricht. Zuletzt lagen Evotec-Papiere nur noch leicht im Plus.

Öl ins Feuer hatte am Morgen eine Auftragsmeldung gegossen: Die Hamburger erhielten vom US-Verteidigungsministerium einen Auftrag für Antikörper gegen die Covid-19-Erkrankung in einem Volumen von 28,6 Millionen US-Dollar (23,5 Mio Euro). Im Rahmen der Vereinbarung erhält das US-Verteidigungsministerium Zugang zu Herstellungskapazitäten für monoklonale Antikörper gegen SARS-CoV-2 sowie weitere Biologika-Herstellungskapazitäten über einen Zeitraum von sieben Jahren. Ein Branchenexperte rechnet mit weiteren Auftragsgesprächen, sobald die Produktion beginne.