Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.114,36
    +138,81 (+1,16%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.318,20
    +39,16 (+1,19%)
     
  • Dow Jones 30

    28.725,51
    -500,10 (-1,71%)
     
  • Gold

    1.668,30
    -0,30 (-0,02%)
     
  • EUR/USD

    0,9801
    -0,0018 (-0,19%)
     
  • BTC-EUR

    19.673,40
    -177,93 (-0,90%)
     
  • CMC Crypto 200

    443,49
    +0,06 (+0,01%)
     
  • Öl (Brent)

    79,74
    -1,49 (-1,83%)
     
  • MDAX

    22.370,02
    +578,99 (+2,66%)
     
  • TecDAX

    2.670,82
    +63,36 (+2,43%)
     
  • SDAX

    10.522,69
    +261,29 (+2,55%)
     
  • Nikkei 225

    25.937,21
    -484,84 (-1,83%)
     
  • FTSE 100

    6.893,81
    +12,22 (+0,18%)
     
  • CAC 40

    5.762,34
    +85,47 (+1,51%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.575,62
    -161,89 (-1,51%)
     

AKTIE IM FOKUS 2: Erfolg im Streit mit BASF und Citi-Studie treiben Bayer an

(neu: Erfolg im Schiedsverfahren mit BASF, mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Erleichterung bei den Aktionären von Bayer <DE000BAY0017>: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern muss entgegen zuletzt wieder hochgekochten Befürchtungen im Zusammengang mit dem Verkauf des Saatgutgeschäfts keinen Schadenersatz an den Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> zahlen. Die Bayer-Aktien legten am Freitag an der Spitze im Dax <DE0008469008> um 3,75 Prozent auf 53,62 Euro zu.

Damit stoppten die Papiere ihre jüngste Talfahrt, die mit der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal vor gut einer Woche begonnen hatte. Seither waren sie um bis zu knapp 13 Prozent gefallen.

Bayer hatte 2017 und 2018 große Teile seines Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln an den heimischen Rivalen BASF für 7,4 Milliarden Euro verkauft. Damit wollte der Konzern Bedenken der Wettbewerbshüter hinsichtlich einer zu großen Marktmacht durch die mehr als 60 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto auszuräumen.

Der Rivale BASF hatte 2019 eine Schiedsklage angestrengt, da angeblich bestimmte Kostenpositionen nicht hinreichend offengelegt und einigen der veräußerten Geschäftsbereiche nicht in angemessener Weise zugerechnet worden waren. Bayer hatte das bestritten. Das Schiedsgericht wies die Klage nun ab, wie Bayer am Freitag mitteilte.

Dem Vernehmen nach forderte BASF 1,7 Milliarden Euro plus Zinsen. Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan kalkuliert indes damit, dass Bayer rund 1,5 Milliarden Euro als Eventualverbindlichkeiten für den Fall berücksichtigt. Diese drohende Belastung für Gewinn dürfte nun entfallen, was etwa drei Prozent des Börsenwertes entspreche.

Zudem hatte sich am Morgen Analyst Peter Verdult von der US-Bank Citigroup optimistisch zu Bayer geäußert. Für das Unternehmen laufe es zunehmend besser. Die Rückstellungen für die US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten seien außerdem wahrscheinlich ausreichend. Darüber hinaus seien die Aktien attraktiv bewertet, auch mit Blick auf den in der Entwicklung befindlichen Gerinnungshemmer und möglichen Xarelto-Nachfolger Asundexian.

Mit einem Plus von rund 14 Prozent im bisherigen Jahresverlauf ist Bayer unter den wenigen Gewinnern im deutschen Leitindex Dax, der bisher um mehr als 13 Prozent nachgegeben hat. Das Unternehmen profitiert nach einigen schwierigen Jahren zuletzt von starken Agrarmärkten und verbesserten Perspektiven für die Pharmasparte.