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AKTIE IM FOKUS 2: Bayer schwach - Muss bei Glyphosat-Vergleich nachbessern

·Lesedauer: 2 Min.

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Bayer <DE000BAY0017> haben am Donnerstag angesichts einer weiteren Verzögerung beim geplanten US-Glyphosat-Vergleich nachgegeben. Vielmehr gaben sie den dritten Handelstag in Folge nach und zählten gegen Mittag mit minus 1,3 Prozent auf 54,95 Euro zu den größten Verlierern im Dax <DE0008469008>. Dabei stellt aktuell die gleitende 21-Tage-Linie bei 54,77 Euro eine Unterstützung dar. Sie signalisiert charttechnisch interessierten Anlegern den kurzfristigen Trend.

US-Richter Vince Chhabria monierte bei einer Anhörung den geplanten Umgang mit Klagen von Nutzern des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup, bei denen bislang kein Krebs diagnostiziert wurde - und dies womöglich auch für eine längere Zeit nicht wird. Der Richter will damit sicherstellen, dass diese Menschen auch einen finanziellen Ausgleich erhalten werden. Er zeigte sich zudem skeptisch gegenüber dem vorgesehenen medizinischen Überwachungsprogramm. Damit muss Bayer bei einem wichtigen Teil des angestrebten Milliardenvergleichs im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken von Roundup - den künftigen Klagen - noch einmal nachbessern.

Während Bayer bereits vorliegende Klagen nach und nach abarbeitet und inzwischen rund 96 000 Fälle zu den Akten legen konnte, ist der Umgang mit künftigen Klagen damit weiter offen.

Bevor Chhabria seine vorläufige Zustimmung zum Vorschlag für den Umgang mit künftigen Klagen gebe, müssten mit Blick auf die geplanten Regelungen wohl noch einige Anpassungen erfolgen, fasste Analyst Vincent Andrews von der US-Investmentbank Morgan Stanley die momentane Lage zusammen. Der US-Richter sei immer noch nicht vom Vergleichsvorschlag überzeugt, weshalb er vorgeschlagen habe, dass die Streitparteien den Vorschlag überarbeiten sollten. Dennoch ist Analyst Andrews zuversichtlich gestimmt für Bayer. Erst am Vortag hatte er sein Kursziel für die Aktie leicht angehoben und seine "Overweight"-Empfehlung in Erwartung einer baldigen Anhebung der Jahresziele durch das Management bekräftigt.

Bereits vor dem Termin hatte Richter Chhabria seine Skepsis gegenüber einem Vergleichsentwurf zum Umgang mit künftigen Glyphosat-Klagen in den USA deutlich gemacht. Der angestrebte Kompromiss für insgesamt zwei Milliarden US-Dollar ist mittlerweile der ausschlaggebende Teil einer umfangreicheren Einigung mit Klägern, die Bayer zwar insgesamt über elf Milliarden Dollar kosten, aber endlich einen Schlussstrich unter das rechtliche Glyphosat-Debakel ziehen würde. Beim Gericht des Bundesrichters Chhabria sind zahlreiche landesweite Verfahren gebündelt. Deshalb hat die Entscheidung große Tragweite.

Auch ein Händler äußerte sich positiv. Auch wenn eine Lösung noch eine Weile dauern dürfte, sei die Anhörung weniger schlimm geendet, als nach den zuvor mahnenden Worten des Richters befürchtet, sagte er./ck/mis

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