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Aixtron rechnet mit noch mehr Aufträgen - Umsatzverzögerung

HERZOGENRATH (dpa-AFX) -Eine weiterhin hohe Nachfrage und die Einführung neuer Anlagen zur Halbleiterproduktion stimmen den Maschinenbauer Aixtron DE000A0WMPJ6 teils optimistischer für 2022. Es sollen mehr Aufträge hereingeholt werden und vom Umsatz in der Tendenz mehr als Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) hängen bleiben als bislang avisiert. Das Umsatzziel beließ die Unternehmensführung um Chef Felix Grawert indes erst einmal unverändert, weil es zuletzt bei der Auslieferung fertiger Maschinen wegen noch fehlender Exportlizenzen stockte. Das soll aber im Schlussquartal aufgeholt werden.

Wegen der Verzögerungen lag der Umsatz von 88,9 Millionen Euro im dritten Quartal fast ein Drittel unter dem des Vorjahreszeitraums. 18 Prozent davon fuhr der MDax-Konzern als operatives Ergebnis ein, was ein Ebit von 16,2 Millionen Euro bedeutet. Das ist etwas weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 19,1 Millionen Euro nach 31,4 Millionen vor einem Jahr. Wegen der Umsatzverzögerungen blieb Aixtron bei allen drei Kennziffern deutlich hinter den durchschnittlichen Analystenschätzungen zurück.

Allerdings ist die Unternehmensführung zuversichtlich, die Umsatzlücke im Schlussquartal schließen zu können und rechnet für 2022 weiterhin mit Erlösen zwischen 450 und 500 Millionen Euro. Davon sollen dann etwa 22 bis 24 Prozent als operativer Gewinn übrig bleiben. Bisher lag die Zielspanne am unteren und oberen Ende jeweils ein Prozentpunkt tiefer.

Da die Anlagen des Konzerns bei Halbleiterherstellern, die ihrerseits von der hohen Nachfrage nach Leistungselektronik auf Basis von Galliumnitrid (GaN) und Siliziumkarbid (SiC) sowie nach Micro-Led profitieren, heiß begehrt sind, wird Grawert auch für den Auftragseingang zuversichtlicher. Hier sollen es nun 540 bis 600 Millionen Euro werden, statt 520 bis 580 Millionen.

Nach einem Wachstum des Auftragseingangs um ein Viertel auf 142,8 Millionen Euro im dritten Quartal blickt Aixtron auf einen Anlagen-Orderbestand von 369,4 Millionen Euro per Ende September.