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Airbus liefert im Corona-Jahr 566 Jets aus und will 2021 die Produktion hochfahren

Hanke, Thomas
·Lesedauer: 3 Min.

Airbus verteidigt seine Position als größter Flugzeugbauer der Welt. Doch die ursprünglich angepeilte Zahl an Auslieferungen wurde pandemiebedingt verfehlt.

Der Flugzeugbauer Airbus will nach den Produktionseinschränkungen im vergangenen Jahr wieder behutsam auf Expansion umschalten: „In der zweiten Jahreshälfte werden wir die Produktion der Schmalrumpfflugzeuge wieder steigern, 2022 und 2023 dann weiter“, sagte der Airbus-CEO Guillaume Faury am Freitagnachmittag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Das deutsch-französisch-spanische Unternehmen hat im vergangenen Jahr 566 Flugzeuge ausgeliefert – das sind 34 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Netto-Neubestellungen belief sich auf 268. Dabei sind 155 stornierte Aufträge bereits abgezogen. Dauer-Konkurrent Boeing konnte lediglich 120 Fluggeräte an seine Kunden übergeben.

Airbus hatte im April, als sich das Ausmaß der Coronakrise im Luftfahrtsektor abzeichnete, seine Produktionsraten um 40 Prozent verringert und später einen Plan zum Abbau von 15.000 Arbeitsplätzen vorgelegt. „Die Umsetzung geht gut voran, wir sind aber noch nicht ganz fertig“, sagte Faury. Aufgrund des Stellenabbaus werde es in diesem Jahr vermutlich weniger Notwendigkeit zur Kurzarbeit geben als 2020.

Vertriebschef Christian Scherer, dem Faury ausdrücklich für seine Leistung im vergangenen Jahr dankte, gab bekannt, dass der Konzern mittlerweile seine Herstellung und die Auslieferungen ins Gleichgewicht gebracht habe: „Das war das Ziel der Operation: keine Flugzeuge zu produzieren, die hinterher keine Abnehmer finden.“

Die Zahl der Lieferungen, die im April 2020 auf 14 Maschinen absackte, hat sich seitdem kontinuierlich gesteigert. Im Dezember konnten bereits 89 Flieger an die Kunden übergeben werden. „Wir sind aber noch nicht aus dem Schneider“, fügte der Deutsch-Franzose hinzu. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie werde es noch eine Weile dauern, bis man wieder von Normalität sprechen könne und auch die Neubestellungen wieder Fahrt aufnehmen.

A321 XLR als Glücksfall

Faury sagte dazu, dass neue Virus-Varianten und Restriktionen in vielen Ländern der Welt die Lage erschwerten, wohingegen die Inlandsflüge in Asien fast wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht hätten. Auch Lateinamerika schlage sich besser als Europa. „Wir bleiben zurückhaltend, sind aber vorsichtig optimistisch für das neue Jahr“, fasste der Franzose seine Erwartungen zusammen. Eine Prognose werde es bei der Vorlage der Jahresergebnisse am 18. Februar geben.

Scherer hob hervor, dass sich die Trends bei den kleineren Flugzeugen und den Großraum-Fliegern deutlich unterschieden: Die Nachfrage nach den Großen leide nach wie vor stärker. Zum Glück verfüge Airbus mit der A321 XLR, die nur einen Gang hat, aber aufgrund eines verlängerten Rumpfes mehr Passagiere aufnehmen kann und auch für Interkontinentalflüge geeignet ist, über das passende Angebot. „Ich wünschte, ich hätte mehr davon zur Verfügung“, sagte Scherer mit Blick auf die starke Nachfrage nach dem Langstreckenflugzeug mit dem schmalem Rumpf, das bislang ausschließlich in Hamburg gefertigt wird.

37 neue Bestellungen hat Airbus 2020 dafür verbucht – eine gute Leistung in einem Jahr, in dem der weltweite Flugverkehr zeitweilig fast völlig zum Stillstand kam und die Airlines Verluste im Umfang eines dreistelligen Milliardenbetrages erlitten haben.