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Airbnb-Chef ist sicher: Reisen wie vor der Pandemie ist für immer vorbei

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Reisen hat sich für immer verändert, da ist sich Brian Chesky, Mitbegründer und CEO von Airbnb, sicher. Im Interview mit Yahoo Finanzen prophezeite er eine düstere Zukunft.

Airbnb logo is seen in front of diplayed coronavirus disease (COVID-19) in this illustration taken March 19, 2020. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration
(Bild: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration)

Die Reisebranche wurde von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Sie versetzte auch dem US-Zimmervermittler Airbnb einen schweren Schlag. Im Mai gab das Unternehmen bekannt, dass ein Viertel aller Mitarbeiter gehen müssen.

Im Interview mit Yahoo Finance gibt Mitbegründer und CEO, Brian Chesky, nun eine düstere Prognose für die Zukunft ab. Er sagt, dass sich das Reisen nie mehr auf das gleiche Niveau erholen werde, wie vor der Pandemie. Sein Unternehmen sei durch die Krise am Boden zerstört worden.

„Reisen hat sich für immer verändert“ sagt Chesky, dessen Unternehmen während der Krise tief in die roten Zahlen rutschte und Verluste von umgerechnet rund 250 Millionen Euro hinnehmen musste.

„Die Welt des Reisens, wie wir sie noch im Januar kannten, kommt nie wieder zurück. Davon bin ich überzeugt“, sagt der Firmen-Boss. Geschuldet sei dies unter anderem Zoom-Meetings, die Geschäftsreisen weitestgehend abgelöst haben und Urlaubsreisen, die sich aus Ballungsräumen in leicht zugängliche ländliche Orte verlagert haben.

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„Menschen sagen, sie wollen mal zu Hause raus, ungeachtet dessen, aus welchem Land sie kommen“, so Chesky. „Aber sie fühlen sich nicht wohl dabei, in Flugzeuge zu steigen. Sie wollen lieber in Autos steigen und auch nicht weiter als 200 oder 300 Meilen (umgerechnet etwa 300 bis 500 Kilometer) reisen, nicht mehr als eine Tankfüllung.“

“Es fühlte sich an, als würde alles zusammenbrechen”

Zwölf Jahre habe sein Unternehmen damit verbracht, das Geschäft aufzubauen. „Innerhalb von sechs Wochen waren etwa 80 Prozent davon verloren“, sagt er. Der für 2020 geplante Börsengang musste im März zurückgestellt werden.

Brian Chesky, Mitbegründer und CEO von Airbnb im Gespräch mit Yahoo Finanzen. (Bild: Screenshot Yahoo)
Brian Chesky, Mitbegründer und CEO von Airbnb, im Gespräch mit Yahoo Finanzen. (Bild: Screenshot Yahoo)

„Wir haben das Unternehmen vor über einem Jahrzehnt gegründet, und ich dachte, das war die verrückteste Erfahrung in meinem Berufsleben. Viele Jahre sagte ich: Ich werde wahrscheinlich nie wieder so etwas Verrücktes erleben wie beim Start von Airbnb. Und im März erlebten wir das“, so Chesky. „Es fühlte sich an, als wären Sie auf einem Schiff und würden einfach zur Seite gewischt“, fügt er hinzu. „Es fühlte sich an, als würde alles gleichzeitig zusammenbrechen.“

Neue Zahlen lassen Hoffnung schöpfen

Doch nun – nur wenige Monate nach dem Crash – sieht sich der Firmenboss auch wieder besseren Zeiten gegenüber. Das Geschäft habe sich wieder erholt, sagt er. Die Pandemie habe das Hauptgeschäft von Airbnb mit temporären Mietwohnungen belebt. Selbst angesichts der veränderten Urlaubspräferenzen von Reisenden, sei die Nachfrage in den vergangenen Wochen wieder auf das Niveau des Vorjahres zurückgekehrt.

Und auch der Börsengang in diesem Jahr scheint wieder in greifbare Nähe gerückt zu sein. Die Entscheidung hänge aber stark von den Marktbedingungen ab, wie Brian Chesky in einem weiteren Gespräch mit Yahoo Finance sagte.

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