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Afghanische Bank schafft Millionen ins Ausland

Kabul (dapd). Die größte Bank Afghanistans soll laut einem Untersuchungsbericht Hunderte Millionen Dollar aus dem Land geschafft haben. Teile des Geldes sollen sogar auf Serviertabletts an Bord von Flugzeugen einer afghanischen Airline außer Landes gebracht worden sein, heißt es in dem Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Bank brach aufgrund der hohen Verluste durch das abgezweigte Geld zusammen.

Ziel des Geldes waren Konten in mehr als zwei Dutzend Staaten. In dem Bericht werden auch Details über die Angestellten der Kabul Bank und deren Freunde und Verwandte genannt, die sich die 861 Millionen Dollar (etwa 665 Millionen Euro) eingesteckt haben sollen. Teils wurde das Geld den Angaben zufolge in Villen in Dubai investiert. Auch die mittlerweile eingestellte Fluglinie Pamir Airways, mit deren Maschinen das Geld demnach aus Afghanistan gebracht wurde, war von der Bank finanziert worden.

Der Betrug funktionierte über ein System von Krediten, die nicht zurückgezahlt wurden, heißt es in dem 87-seitigen Bericht, der auf Druck des Internationalen Währungsfonds angefertigt wurde. Eine unabhängige Antikorruptionskommission hatte ihn erstellt.

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