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Affäre um FFP2-Masken in Österreich: Bruch zwischen Herstellern

·Lesedauer: 1 Min.

WIEN (dpa-AFX) - In der österreichischen Affäre um FFP2-Masken, die fälschlicherweise als heimische Ware etikettiert worden sein sollen, ist es zum offenen Bruch zwischen den beiden Firmeneigentümern gekommen. Der Faserhersteller Lenzing erklärte am Montag, er werde seine beiden Geschäftsführer aus dem Joint Venture zurückziehen und abberufen. Als Grund wird genannt, dass man keinen vollständigen Zugang zur Aufklärung der Vorwürfe nötiger Unterlagen habe.

Das Projekt Hygiene Austria, das im Frühjahr 2020 gemeinsam mit dem Wäschehersteller Palmers Textil AG gegründet wurde, habe mit österreichischer Qualität einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung leisten wollen. "Das Versprechen "Made in Austria" wurde offensichtlich nicht durchgehend gewährleistet", so Lenzing. Die Interessen des Faserherstellers bei Hygiene Austria solle ein noch zu bestimmender Wirtschaftstreuhänder vertreten, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. In einer Stellungnahme der Firma hatte es geheißen, dass wegen der enormen Nachfrage ein chinesischer Lohnfabrikant mit der Produktion von Masken nach dem Baumuster der Hygiene Austria beauftragt worden sei. Die Ware sei zertifiziert und im Einkauf zudem deutlich teurer gewesen als die selbst produzierten Masken.