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Stromrechnung lesen und verstehen: Die wichtigsten Antworten

Die Stromrechnung ist ein komplexes Dokument. Da sieht man oft die Zahlen vor lauter Begriffen nicht. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die Stromrechnung als ein Buch mit sieben Siegeln: Viele Kunden verstehen angesichts kryptischer Formulierungen und merkwürdiger Begriffe nur Bahnhof. (Symbolbild: dpa)
Die Stromrechnung als ein Buch mit sieben Siegeln: Viele Kunden verstehen angesichts kryptischer Formulierungen und merkwürdiger Begriffe nur Bahnhof. (Symbolbild: dpa)

Wegen der gestiegenen Energiepreise schenken Verbraucher ihrer Stromrechnung notgedrungen eine größere Aufmerksamkeit als sonst.

Viele verstehen allerdings angesichts kryptischer Formulierungen und Begriffe nur Bahnhof. Abschlag, Arbeitspreis, Verbrauchsstellennummer – wie bitte? Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären auf einfache und übersichtliche Weise die wichtigsten Begriffe.

Stromrechnung: Was hat das mit dem Abschlag auf sich?

Zunächst zum Begriff, der seit Ausbruch der Energiekrise in aller Munde ist: Abschlag oder Abschlagszahlung. Der Abschlag bezeichnet das, was der Stromkunde in der Regel monatlich an seinen Energieversorger für den Strom bezahlt. Die Höhe der Abschlagszahlung hängt vom geschätzten Verbrauch ab. Hat der Kunde mehr Strom verbraucht, als er es mit der Teilzahlung abgegolten hat, muss er den ausstehenden Betrag nachzahlen. Hat er zu viel bezahlt, steht der Versorger in seiner Schuld.

Stromrechnung: Wie entsteht der eigentliche Rechnungsbetrag?

Rechnungsbetrag: Ausgewiesen wird in der Stromrechnung das Verhältnis zwischen Haben und Soll mit den Bezeichnungen Rechnungsbetrag und etwa "geleistete Abschlagszahlungen". Der Rechnungsbetrag gibt die tatsächlichen Bruttokosten für den Stromverbrauch an. Davon werden die "geleisteten Abschlagszahlungen" abgezogen. Die emotionale Befindlichkeit des Verbrauchers angesichts der Stromrechnung dürfte davon abhängen, ob die Differenz einen Minus- oder Plusbetrag ergibt.

Stromrechnung: Von Abschlagszahlung und Kilowattstunde

Auch "Abrechnungszeitraum" ist ein sprechender und somit leicht zu entschlüsselnder Begriff. Unter Abrechnungszeitraum ist der Zeitraum zu verstehen, in dem der Verbraucher Strom verbraucht und für den er abgerechnet wird.

Ein positiver Betrag aus der Differenz Rechnungsbetrag und geleisteter Abschlagszahlung ist, was sich Verbraucher von einer Stromrechnung wünschen. (Symbolbild: Getty Images)
Ein positiver Betrag aus der Differenz Rechnungsbetrag und geleisteter Abschlagszahlung ist, was sich Verbraucher von einer Stromrechnung wünschen. (Symbolbild: Getty Images)

Der Begriff "Kilowattstunde" bezeichnet die Energieeinheit, in der der Stromverbrauch gemessen wird. Diese wiederum ist der Gradmesser dafür, wie viel Strom ein elektronisches Gerät pro Stunde benötigt. Zur Orientierung: Mit einer Kilowattstunde kann man etwa 50 Stunden mit einem Laptop arbeiten. Aktuell kostet eine kWh dem Vergleichsportals Verivox zufolge durchschnittlich 43 Cent. Mitte Oktober lag der Preis noch bei 56 Cent.

Jede Verbrauchsstelle hat eine ihr vom Versorger zugewiesene individuelle Nummer

Zähler, Zählpunkt, Zählernummer, Zählerstand: Der Zähler ist das geeichte Instrument, das den Stromverbrauch misst. Sein Zählerstand, der die Strommenge angibt, bewegt sich unerbittlich und mit jedem weiteren eingeschalteten Gerät schneller. Die Zählernummer kennzeichnet die Verbrauchsstelle des Kunden und ist am Zähler angebracht. Der Zählpunkt wird mit der Nummer angegeben (deshalb wird er auch Zählpunktnummer bezeichnet), mit der der Netzbetreiber den Stromzähler des Kunden dem zugehörigen Energieverbrauch zuordnet.

Apropos Verbrauchsstelle: Sie bezeichnet den Ort, an dem der Strom verbraucht wird. Jede Verbrauchsstelle hat eine ihr vom Versorger zugewiesene individuelle Nummer, die Verbrauchsstellennummer.

Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?

Strompreis – was so einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein Konglomerat. Der Strompreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Neben den Kosten für die Stromerzeugung sind darin auch die Netzentgelte sowie staatlich veranlasste Steuern, Abgaben und Umlagen enthalten.

Grundpreis: Der Grundpreis für Strom ist verbrauchsunabhängig und wird vom Anbieter bestimmt. Er ist auch als Grundgebühr oder Zählergebühr bekannt. Der Grundpreis beinhaltet beispielsweise Kosten für Verwaltung, die Stromzähler und ihre Wartung sowie eine Pauschale für die Strombereitstellung.

Arbeitspreis: Arbeitspreis ist eine andere Bezeichnung für Verbrauchspreis. Er bezeichnet die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom. Der Strompreis, den der Verbraucher an seinen Stromanbieter zahlt, setzt sich aus dem fixen Grundpreis und dem Arbeitspreis zusammen.

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