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Abos, Live-Shopping oder Werbung: So könnt ihr auf Youtube automatisiert Geld verdienen, wenn ihr diese Voraussetzung erfüllt

Die Videoplattform Youtube unterstützt Creatoren dabei, Monitarisierungsfunktionen zu nutzen und so Geld zu verdienen. - Copyright: Getty Images / Westend61
Die Videoplattform Youtube unterstützt Creatoren dabei, Monitarisierungsfunktionen zu nutzen und so Geld zu verdienen. - Copyright: Getty Images / Westend61

Lange galt in sozialen Online-Netzwerken der Grundsatz, dass ein Mensch ohne die Plattform nicht viel darstelle. Das hat sich nun geändert. Denn die Auswahl an Plattformen, auf denen ihr eure Inhalte präsentieren könnt, nimmt zu – und damit auch der Konkurrenzdruck. Dementsprechend bemühen sich Plattformen so stark wie noch nie, vor allem reichweitenstarke Influencer zu halten – zum Beispiel, indem sie ihnen finanzielle Anreize durch Monetarisierung bieten.

Die Videoplattform Youtube, eine Tochter von Google, ist hierbei eine Art Vorreiter. 2007 führte Youtube das sogenannte Youtube Partnerprogramm (YPP) ein. Seitdem werden im Rahmen dieses Programms immer mehr Optionen getestet und umgesetzt, mit denen sogenannte Creatoren, also Menschen, die Videos hochladen, automatisiert Geld verdienen können. Unter der Voraussetzung, dass sie ins Partnerprogramm aufgenommen werden. Um aufgenommen zu werden, müssen Kanäle unter anderem mindestens 1000 Abonnenten haben und in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 4000 Stunden Wiedergabezeit aufweisen. Im Gegenzug habt ihr dann folgende Möglichkeiten, um eure Youtube-Videoas in ein lukratives Nebengeschäft zu verwandeln.

So könnt ihr auf Youtube Geld verdienen:

  1. Kostenpflichtige Mitgliedschaften

Seit Mitte 2018 ermöglicht Youtube es Kanälen, Mitgliedschaften – also kostenpflichtige Abos – anzubieten. Dabei bezahlen Mitglieder einen monatlichen Betrag und bekommen im Gegenzug zum Beispiel eigene Emojis oder Logos, die sie in Chats verwenden können und die sie als Unterstützer des Kanals kennzeichnen. Zusätzlich kann der Ersteller des Kanals auch exklusive Inhalte anbieten, die nur für zahlende Mitglieder sichtbar sind – darunter exklusive Live-Chats, Videos oder Beiträge im Community-Tab.

Wie viel eine Mitgliedschaft kostet und welche Leistungen sie beinhaltet, kann vom Creator selbst bestimmt werden. Insgesamt sind fünf verschiedene Pakete in unterschiedlichen Preiskategorien und mit unterschiedlichen Leistungen möglich. Der Umsatz, der auf diese Weise erzielt wird, werde von Youtube und dem Ersteller „in den meisten Fällen“ geteilt, wie eine Sprecherin der Plattform auf Nachfrage von Business Insider angibt. Wie groß der Anteil ist, den Youtube dabei erhält, beantwortet die Sprecherin nicht.

2. Werbung

Creatoren haben die Möglichkeit, automatisiert Werbespots vor, während und nach ihren Videos auf Youtube zu schalten. Dafür zahlt Youtube ihnen Geld. Wie viel, ist davon abhängig, wie viele Nutzer die Videos erreichen und auf was für Anzeigen-Modelle dabei gesetzt wird. Creatoren können dabei unter anderem auswählen, an welcher Stelle des Videos und wie viele Werbespots gezeigt werden, und ob die Anzeigen überspringbar sind oder nicht.

3. Super-Chat, -Sticker und -Thanks

Creator können auf ihrem Kanal verschiedene Spendenmöglichkeiten in Form von Super-Stickern, Super-Chats oder Super-Thanks verkaufen. Beispielsweise haben Fans in Livechats die Möglichkeit, sich gegen eine Gebühr einen Super-Sticker – das ist ein animiertes Bild – auszusuchen und zu posten. Zur Auswahl stehen verschiedene Motive in verschiedenen Preisklassen. Andere Optionen sind der Super-Chat (eine im Livechat hervorgehobene Nachricht) und das Super-Thanks (ein hervorgehobener Kommentar unter einem Beitrag des Creators). Den Erlös muss sich der Ersteller allerdings mit Youtube teilen. Nach Angaben verschiedener Creatoren behält Youtube zwischen 30 und 50 Prozent des Erlöses. Das sorgt immer wieder für Kritik, weil viele Fans offenbar davon ausgehen, dass der gesamte gezahlte Betrag an den Ersteller des Kanals geht. Youtube wollte sich dazu nicht konkret äußern.

4. Beteiligung am Premium-Umsatz

Seit 2018 bietet Youtube in Deutschland ein Premium-Abo an. Für 11,99 Euro im Monat können Abonnenten mitunter Videos ohne Werbung schauen und einzelne Videos auch herunterladen. Laut Youtube beteiligt die Plattform Creatoren am Umsatz durch die Abos. Wie viel ein einzelner Mensch damit verdiene, hänge davon ab, wie viele Premium-Mitglieder seine Inhalte schauen würden, so Youtube.

5. Shopping

Seit vergangenem Jahr können Menschen auf ihrem Youtube-Kanal einen Shopping-Tab eröffnen. Dort können sie eigene Produkte oder Merchandise präsentieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, eigene Produkte im Abspann ihrer Videos zu bewerben, Produkte in Videos und Livestreams zu vertaggen und im Livechat anzupinnen. Der Tab ersetzt allerdings keinen eigenen Online-Shop, sondern muss mit einer entsprechenden Webseite verknüpft werden. Dafür wird Youtube an den Zahlungen nicht beteiligt.

6. Shorts

Seit 2021 haben Creatoren auf Youtube die Möglichkeit, sogenannte Shorts zu posten. Das sind Videos im Hochformat, die maximal 60 Sekunden lang sind – also Youtubes Pendant zu Tiktoks und Instagram Reels. Aktuell fördert die Plattform Shorts mit einem Fund: Dabei schüttet sie jeden Monat insgesamt 100 Millionen US-Dollar an Menschen aus, "die die YouTube-Community mit kreativen, originellen Kurzvideos begeistern", so die Plattform. Ein einzelner Creator kann dabei jeden Monat zwischen 100 und 10.000 Dollar aus dem Fund erhalten. Die Höhe hänge dabei unter anderem von den monatlichen Shorts-Aufrufen des jeweiligen Kanals ab. Anders als bei Youtubes anderen Monitarisierungsmöglichkeiten müssen Creatoren nicht Teil des Partnerprogramms sein, um Geld aus dem Shorts-Fund zu erhalten.