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Abgespeiste Kleinanleger: Volocopter droht jetzt juristischer Ärger

Soll den Flugtaxihersteller wieder auf einen besseren Kurs bringen: Dirk Hoke, neuer CEO von Volocopter. - Copyright: Volocopter
Soll den Flugtaxihersteller wieder auf einen besseren Kurs bringen: Dirk Hoke, neuer CEO von Volocopter. - Copyright: Volocopter

Neuer Chef, neue Chance? Das scheinen sich zumindest die Crowdinvestoren gedacht zu haben, die vom Flugtaxibetreiber mit einer Minimalverzinsung abgespeist worden waren – während sich der Firmenwert vervierzigfacht hat. Am Dienstagmorgen sei dem gerade erst angetretenen Chef Dirk Hoke das Schreiben einer Anwaltskanzlei zugestellt worden, schreibt das Handelsblatt. Dahinter steckt laut Bericht die „Anlegergemeinschaft Volocopter“, die eine „faire Partizipation“ bei der Tech-Firma erwirken möchte.

Das baden-württembergische Startup hat noch immer kein Flugtaxi in den Verkehr gebracht, aber wird bereits mit Milliarden bewertet. In einer Finanzierungsrunde im Frühjahr 2022 schrieben Investoren der Mobility-Firma eine Bewertung von mindestens 1,5 Milliarden Euro zu – Einhorn-Status.

Die Kleinanleger, die Volocopter 2013 unterstützt hatte, zeigten sich von der Finanzierungsrunde empört. Etwa 750 mutige Crowd-Investoren hatten 1,2 Millionen Euro in das damals zwei Jahre alte Startup gesteckt. Sie erhofften sich eine Rendite durch einen Börsengang – denn genau den hatte der Flugtaxi-Bauer 2021 in Aussicht gestellt. Über einen sogenannten Spac (Special Purpose Acquisition Company) hätte Volocopter an die Börse gehen sollen.

Spac-Börsengang scheiterte

Der IPO sollte den Kleinanlegern eine ordentliche Rendite bescheren. Doch dazu kam es nicht, die Transaktion mit New Vista Acquisition, die dem Unternehmen aus Bruchsal 800 Millionen Dollar hätte einbringen sollen, kam nicht zustande. Stattdessen hatte die Firma die Crowd-Darlehen gekündigt und „einschließlich der vertraglich vereinbarten Verzinsung zurückgezahlt“, wie es vom Flugtaxibetreiber hieß. Für die Kleinanleger bedeutete dies konkret: ein Prozent Zinsen auf ihr – immerhin riskantes – Engagement.

177 Crowdinvestoren, die sich über Seedmatch beteiligt hatten, wollen nun offenbar bei Neu-Chef Hoke ihr Glück versuchen, nachdem dessen Vorgänger Florian Reuter hart geblieben war. Ihrem Bestreben verleihen sie auch etwas rechtlichen Druck und verweisen auf mehrere Passagen in den Investmentverträgen, die ihnen eine Beteiligung an der Wertentwicklung versprechen. Zudem habe es handwerkliche Fehler in den Verträgen gegeben. Der Seedmatch-Betreiber Onecrowd hat dem Bericht zufolge gegenüber Volocopter eine Frist von zwei Wochen ausgesprochen, um eine gütliche Einigung herbeizuführen.