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Abgang Nummer vier: Der nächste Top-Manager verlässt die Gorillas-Chefetage

·Lesedauer: 2 Min.
Nicht nur die Gorillas-Fahrer streiten sich mit dem Management, auch das C-Level scheint sich untereinander uneins zu sein
Nicht nur die Gorillas-Fahrer streiten sich mit dem Management, auch das C-Level scheint sich untereinander uneins zu sein

Gorillas-CEO Kagan Sümer scheint Schwierigkeiten zu haben, sein Management an sich zu binden. Wie Gründerszene erfahren hat, verlässt erneut eine der Führungskräfte den 10-Minuten-Lieferdienst: Ronny Gottschlich. Rund ein Jahr war der Handelsexperte bei Gorillas angestellt, kümmerte sich als Chief Commercial Officer (CCO) etwa um die Warenbeschaffung und Logistik. Nun hat er sein Amt niedergelegt. Auf Nachfrage bestätigte das Unternehmen den Abgang.

Gottschlich ist seit über 20 Jahren im Lebensmitteleinzelhandel unterwegs. Seine Karriere begann er beim Discounter Lidl, dort arbeitete er sich hoch bis zur Position des Großbritannien-Chefs. Nach 16 Jahren verließ er die Discounter-Kette und gründete 2016 eine Beratungsfirma für den Lebensmittelhandel. Eigenen Angaben zufolge bitten Kunden wie Infarm, Veganz und Roland Berger das Team regelmäßig um Hilfe. Vor über einem Jahr heuerte Gottschlich dann bei Gorillas an.

„Ich musste mich erstmal dran gewöhnen"

„Ich komme nicht aus der Startup-Welt“, sagte der CCO noch vor wenigen Wochen bei einem Vortrag auf einer Logistik-Konferenz: „Und ich muss gestehen, das war eine Geschwindigkeit, an die ich mich erstmal gewöhnen musste.“ Wenig später warf er hin.

Wie Gründerszene aus dem Unternehmensumfeld erfahren hat, scheint die Geschwindigkeit in der Branche aber nicht der entscheidende Grund für seinen Rücktritt gewesen zu sen. Vielmehr habe es an der schwierigen Zusammenarbeit mit Gorillas-Gründer und CEO Sümer gelegen. Weggefährten beschrieben Sümer in der Vergangenheit als aufbrausend und temperamentvoll. Schon andere frühere Top-Manager trennten sich deswegen von dem Unicorn-Macher.

Jörg Kattner, der den 10-Minuten-Lieferdienst im Sommer 2020 gemeinsam mit Sümer geründet hatte, ging nach einem halben Jahr. COO Felix Chrobog, einst Deutschlandchef des Essenslieferdiensts Deliveroo, blieb ebenfalls nur sechs Monate. CTO Ronny Shibley, libanesischer Software-Gründer, hielt es immerhin ein ganzes Jahr aus. Mit Gottschlich verliert Gorillas nun die vierte Person aus der Chefetage. Alle vier tragen bei Linkedin den Titel des „Co-Founders“ des eineinhalb Jahre alten Startups.

Adrian Frenzel übernimmt Gottschlichs Rolle

Gottschlich war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Gorillas bestätigt uns den Abgang jedoch: „Ronny Gottschlich zog sich bereits im vergangenen Jahr von seiner Position als Chief Commercial Officer von Gorillas zurück. Bis Mai 2022 wird er dem Unternehmen weiterhin als Berater zur Seite stehen.“ Ex-Rocket-Internet-Manager und Foodtech-Gründer Adrian Frenzel, der im August als Chief Operation Officer eingestellt wurde, solle nun auch die Verantwortung für das Commercial-Team übernehmen.

Wie das Management des Lieferdiensts jetzt zusammengesetzt ist, zeigt diese Übersicht:

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