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A-League: Mit dieser Geste gedenken Fußballer der Opfer von Christchurch

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.
Ein ganzer Block im ansonsten leeren Stadion der Western Sydney Wanderers war am Jahrestag für die Opfer der Attentats von Christchurch reserviert. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images)
Ein ganzer Block im ansonsten leeren Stadion der Western Sydney Wanderers war am Jahrestag für die Opfer der Attentats von Christchurch reserviert. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images)

Der tödliche Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch jährt sich heute zum zweiten Mal. Diese Fußballteams gedachten der Opfer vor einer Partie der A-League auf besondere Art und Weise.

Vor genau zwei Jahren dran ein Attentäter in zwei Moscheen in Christchurch ein und tötete 51 Gläubige. Zwei Tage nach der größten Tragödie der neuseeländischen Geschichte mussten die Fußballer von Wellington Phoenix in Australien zu einem Spiel gegen die Western Sydney Wanderers antreten und gedachten der Opfer mit schwarzen Armbinden. Nun, da sich der rassistische Anschlag zum zweiten Mal jährt, kam es am Jahrestag zur Wiederauflage der gleichen Begegnung in der australischen A-League.

Und die Teams gedachten den Anschlagsopfern mit einer besonderen Geste. Neben dem gemeinsamen Einlaufen und einer Schweigeminute am Mittelkreis hatten die Wanderers einen ganzen Block des Bankwest Stadions reserviert und die Sitzschalen mit schwarzen Bezügen und den Namen der Opfern ausgestattet.

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Der Manager von Wellington Phoenix zeigte sich berührt von der Geste der australischen Gastgeber: "Es ist offensichtlich, dass diese Tragödie eine große Auswirkung auf Menschen auf beiden Seiten der Tasmanischen Bucht hatte", sagte David Dome auf der Vereins-Homepage. "Wir können das immer noch spüren und in unserem Verein hat es Spieler und Mitarbeiter tief getroffen." Er bedankte sich aus ganzem Herzen bei den Wanderers für die gemeinsame Geste.

Der Geschäftsführer der Wanderers, John Tsatsimas, sagte, sein Club fühle sich geehrt eine kleine Rolle in dem Gedenken an die Opfer zu spielen. "Unser Gedanken gehen zu den Familien und Freunden der Opfer", sagte Tsatsimas. "Wir sind stolz darauf, sie Hand in Hand mit Wellington Phoenix in diesem Moment zu unterstützen."

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Gute Beziehung zur muslimischen Gemeinde betont

Dome fügte hinzu: "Wir haben eine lang anhaltende positive Beziehung zur muslimischen Gemeinde in Wellington, unter anderem durch unser 'Football for All'-Community-Programm." Deshalb sei es ihnen besonders wichtig gewesen, die Gemeinde auch in den Tagen und Jahren nach dem Anschlag weiter zu unterstützen und sich solidarisch zu zeigen. Das Spiel endete durch einen späten Treffer mit 4:3 für den Tabellenzweiten aus West Sydney. Doch der Sport war an diesem Abend ohnehin nur nebensächlich.

Der rechte Attentäter, der sich unter anderem auf die kruden Theorien des norwegischen Massenmörders Anders Breivik berief, war im August des vergangenen Jahres zu lebenslanger Haft ohne die Chance auf eine vorzeitige Entlassung verurteilt worden. Es ist die höchste Strafe, die von der neuseeländischen Verfassung erlaubt ist. Premierministerin Jacinda Ardern war für ihre empathische und solidarische Reaktion auf den Anschlag gelobt worden. In der Folge wurde das neuseeländische Waffengesetz verschärft und der Verkauf von Sturmgewehren und halbautomatischen Waffen verboten.