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60-Jährige in Großbritannien nach dreistem Juwelen-Diebstahl verurteilt

·Lesedauer: 2 Min.

Wegen eines spektakulären Juwelen-Diebstahls ist eine 60-Jährige in Großbritannien zu mehr als fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Luxury diamond in tweezers closeup with dark background
Dreister Juwelenraub (Symbolbild: Getty Images)

Ein Londoner Gericht sprach Lulu Lukatas am Mittwoch schuldig, im März 2016 Edelsteine im Wert von 4,2 Millionen Pfund (5,8 Millionen Euro) gestohlen zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um den größten Juwelendiebstahl in der Geschichte Großbritanniens.

Lakatos hatte sich laut Anklage gegenüber einem Londoner Juwelenhändler als Gesandte eines wohlhabenden russischen Kunden ausgegeben, die den Wert der Edelsteine schätzen sollte. Mit einem Trick tauschte sie die Juwelen gegen wertlose Steine ein, wie auf Aufnahmen von Überwachungskameras zu sehen war.

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Nach Verlassen des Juwelierladens steckte die geübte Diebin die Diamanten in die Handtasche einer Unbekannten. Sie selbst zog sich in der Toilette einer Bar um und saß weniger als drei Stunden nach der Tat im Zug nach Frankreich, wo die gebürtige Rumänin lebte.

Juwelen-Diebin Lulu Lakatos
Juwelen-Diebin Lulu Lakatos

Der vorsitzende Richter bezeichnete die Tat als "äußerst raffiniert und dreist". Die Edelsteine wurden bis heute nicht gefunden.

Lakatos wurde später auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgenommen. In Frankreich war sie bereits dreimal wegen Diebstahls verurteilt worden, in der Schweiz wurde sie wegen ähnlicher Vorwürfe gesucht. Dort soll sie einen Umschlag mit 400.000 Euro gegen eine Kopie mit wertlosem Papier ausgetauscht haben.

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Bei ihrer Verteidigung vor Gericht in London behauptete Lakatos, ihrer Verhaftung liege eine Verwechslung zugrunde: Ihre jüngere Schwester, die im Oktober 2018 bei einem Autounfall ums Leben kam, habe einen auf ihren Namen ausgestellten Reisepass benutzt, um nach Großbritannien zu reisen und die Juwelen zu stehlen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Lakatos mit einer internationalen Verbrecherbande zusammenarbeitete. Zwei Männer, die sie in London begleitet hatten, wurden wegen Beihilfe zu jeweils drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Beide hatten die Vorwürfe gestanden.

pe/gt

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