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Vor 5 Jahren habe ich meinen Job gekündigt, um zu reisen und von unterwegs aus zu arbeiten — diese Dinge hätte ich gerne vorher gewusst

·Lesedauer: 4 Min.
Stephanie Smolders empfiehlt, so viel wie möglich zu sparen, bevor man ein Leben als digitaler Nomade beginnt.
Stephanie Smolders empfiehlt, so viel wie möglich zu sparen, bevor man ein Leben als digitaler Nomade beginnt.

Es mag traumhaft klingen, als digitale Nomadin von jedem Ort der Welt aus arbeiten zu können. Das ist es eigentlich auch, aber nach fünf Jahren diesen Lifestyles gibt es definitiv ein paar Dinge, bei denen ich mir wünschte, ich hätte sie schon vorher gewusst. Im Jahr 2016 habe ich meinen Job als Lehrerin gekündigt und begonnen, mit meinem Partner Peter Vollzeit zu reisen und von unterwegs aus zu arbeiten. Aus unseren Fehlern haben wir viel gelernt. Wenn wir noch einmal von vorne anfangen könnten, würden wir ein paar Dinge anders machen.

1. Du bekommst, wofür du bezahlst

Erspart euch endlosen Frust und Energie, indem ihr nicht immer die billigste Option wählt. Anfangs versuchten wir oft, zusätzliches Geld zu sparen. Sei es bei Software und Tools, die wir für unsere Arbeit benötigten, bei Flügen und Unterkünften oder sogar bei Restaurantbesuchen. Wir haben Stunden damit verbracht, herauszufinden, wie wir zusätzliche 20 Dollar pro Monat für eine Software sparen können, die uns eigentlich Zeit sparen sollte.

In den meisten Fällen stellten wir dann fest, dass wir doch den Premium- oder kostenpflichtigen Tarif brauchten, den zusätzlichen Speicherplatz hätten gebrauchen können oder ein flexibles Flugticket hätten kaufen sollen. Die Zeit, die wir mit dem Versuch verbracht haben, sparsam zu sein, war die paar hundert Dollar, die wir gespart haben, nicht wert. Wenn wir jetzt denken, dass wir etwas brauchen, kaufen wir es und sparen uns so Zeit.

2. Der Lebensstil wird mehr kosten, als ihr denkt

Unterwegs laufen die Dinge selten wie geplant. Eine allgemeine Faustregel, die wir gelernt haben, ist, dass der geschätzte Lebensstil 25 Prozent mehr kostet als gedacht. Und die Planung doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt. Überschätzt euer Budget und euren Zeitplan, damit ihr euch später keine Schuldgefühle machen müsst. Wir kalkulieren jetzt 25 Prozent mehr in unser Budget ein, weil es schwierig ist, die täglichen Ausgaben in einem neuen Land abzuschätzen.

3. Macht mal eine Pause und genießt es

Smolders in Doha, Qatar, im Jahr 2017.
Smolders in Doha, Qatar, im Jahr 2017.

In den ersten drei Jahren haben wir, obwohl wir über 40 Länder bereist haben, kaum etwas erkundet oder uns einen Tag freigenommen. Wir gründeten eine Marketingfirma und wollten unseren Kunden den besten Service bieten. Also nahmen wir uns kaum einmal am Wochenende frei. Im Nachhinein betrachtet, haben wir so viel von der Schönheit des Reisens und der Begegnung mit einem neuen Land und einer neuen Kultur verpasst. Trotz der tropischen Orte ist man als digitaler Nomade nicht immer im Urlaub. Daher ist es auf lange Sicht ungesund und nicht nachhaltig, wenn man sich nie eine echte Pause gönnt.

Jetzt machen wir mindestens alle drei Monate eine einwöchige Pause. Das hält uns motiviert und produktiv. Selbst wenn man im Paradies lebt, braucht man bei einer Vollzeitbeschäftigung alle paar Monate ein paar freie Tage, um neue Energie zu tanken.

4. Verzichtet nicht auf eine Versicherung

Die Arbeit aus der Ferne und auf Reisen birgt eine Menge Risiken. Wenn ihr die Kultur oder die örtlichen Vorschriften nicht kennt, kann es schwierig werden, ein Krankenhaus zu finden, wenn ihr beispielsweise in einen Unfall verwickelt werdet oder zu wissen, was zu tun ist, wenn euer Eigentum gestohlen wird oder verloren geht.

Als Präventivmaßnahme war es uns wichtig, eine Reise- und Krankenversicherung abzuschließen, die auf digitale Nomaden zugeschnitten ist und die deren Lebensstil versteht. Für die Krankenversicherung nutzen wir Safety Wing Nomad Insurance und sind mit unserem Revolut Metal Plan für alle reisebezogenen Vorfälle und Diebstähle abgesichert.

5. Jederzeit flexibel bleiben

Smolders und ihr Partner Peter arbeiten von einem Hotel aus, während sie auf Reisen sind.
Smolders und ihr Partner Peter arbeiten von einem Hotel aus, während sie auf Reisen sind.

Bei zwei Gelegenheiten haben wir beschlossen, unsere Reisepläne komplett zu ändern, aber unsere Flüge und Unterkünfte waren bereits bezahlt. Wir hatten nicht für flexible Optionen bezahlt, sodass wir am Ende unser Geld verloren haben, etwa 2.500 Dollar. Das ist eine Situation, die man sich nicht oft leisten kann.

Das Beste an der Fernarbeit ist die Flexibilität, dorthin zu gehen, wo man sein möchte. Wenn man einen Mietvertrag für eine Unterkunft für sechs Monate unterschreibt, aber nach zwei Monaten umziehen will, hat man ein Problem. Zweimal haben wir Geld verloren, weil wir einen Mietvertrag für ein Haus vorzeitig beendet haben. Handelt flexible Verträge für eure Unterkunft aus, kauft umbuchbare Flugtickets und legt euch nicht auf einen langen Aufenthalt fest, bevor ihr einen Ort persönlich besichtigt habt.

6. Legt eure Ersparnisse an

Wie bereits erwähnt, kosten die Dinge immer mehr, als man denkt. Wenn man als Freiberufler arbeitet oder sein eigenes Unternehmen gründet, wie wir es getan haben, ist es gut zu wissen, dass man einen Puffer und mindestens ein Jahr Vorlaufzeit hat. Am Anfang haben wir unsere Einkommensziele nicht immer erreicht. In den ersten Jahren gab es Phasen, in denen wir unsere kalkulierten Budgets weit überschritten haben und deshalb Entscheidungen treffen mussten, die die Wachstumsfähigkeit unseres Unternehmens beeinträchtigten. Mit einem größeren Puffer hätten wir früher bessere Unterstützung einstellen oder uns ein schlechtes Quartal leisten können, ohne das Geschäft zu gefährden. Im Nachhinein hätten wir wahrscheinlich sechs Monate bis ein Jahr länger gewartet, um die Ausgaben eines Jahres anzusparen, bevor wir unsere Reise als digitale Nomaden begonnen hätten.

Dieser Text wurde von Lisa Ramos-Doce aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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