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Wenn ich 5.000 Euro übrig hätte, würde ich diese Beteiligungsunternehmen kaufen!

Michael Grünauer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.

Ob du es glaubst oder nicht, das oberste Ziel an der Börse sollte zunächst nicht die Maximierung deiner Rendite sein, sondern dein investiertes Kapital zu erhalten. Denn verlierst du beispielsweise 50 % deines Portfolios, müsstest du mit dem verbleibenden Teil eine Rendite von 100 % erzielen, um wieder über den ursprünglichen Betrag zu verfügen.

Eine der wichtigsten Methoden, um deinen Kapitalerhalt sicherzustellen, lautet daher Risikodiversifizierung. Demnach solltest du nicht alles auf eine Karte bzw. alles auf eine Aktie setzen. Wenngleich du vielleicht von der prosperierenden Zukunft eines Pharmaunternehmens überzeugt bist, könnte dich lediglich eine fehlgeschlagene Studie um Haus und Hof bringen.

Eine Möglichkeit, das Risiko deines Portfolios zu diversifizieren, besteht darin, in ETFs (Exchange Traded Funds) zu investieren. Mit einem ETF auf den MSCI World Index erwirbt man beispielsweise eine breite Anzahl von Aktien und partizipiert an der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung. Es geht jedoch auch anders. Du könntest zum Beispiel auch eines dieser Beteiligungsunternehmen kaufen.

Medizintechnik-Gigant

Wenn du dir gerne die Aktie eines Medizintechnik-Unternehmens ins Depot legen möchtest und dich nicht für ein bestimmtes Unternehmen entscheiden kannst, wäre die Aktie von Danaher (WKN: 866197) sicherlich eine Überlegung wert. Denn der amerikanische Mischkonzern bietet ein breites Spektrum an Beteiligungen an aussichtsreichen Medizintechnik-Unternehmen.

Ein Vorteil einer Investition in Danaher ist, dass du auch an der Wertentwicklung von nicht börsennotierten Unternehmen wie Beckman Coulter, Radiometer oder Leica Microsystems profitieren kannst. Wenngleich natürlich auch Danaher und dessen Beteiligungsunternehmen die Auswirkungen des Coronavirus spüren, erkennt man anhand der Geschäftsentwicklung, dass das Portfolio gut diversifiziert ist.

Denn wenngleich beispielsweise der Verkauf von medizinischen Geräten zeitlich verschoben wird und dadurch Danaher temporäre Umsatzeinbußen verzeichnen muss, kann diese negative Auswirkung teilweise durch den Absatz von Test-Kits zur COVID-19-Diagnose abgemildert werden. Denn das Beteiligungsunternehmen Cepheid bietet hierfür entsprechende Produkte an. Wie du siehst, stellst du dich daher mit einer Investition in Danaher breiter auf als würdest du nur die Aktie eines Medizintechnik-Unternehmens kaufen.

Den größten Nachteil, den Danaher derzeit hat, ist meiner Meinung nach die Unternehmensbewertung. Denn das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) für das Geschäftsjahr 2020 beträgt derzeit stolze 50,83. Das muss dich jedoch nicht zwangsläufig von einer Investition abbringen, denn gute Unternehmen sind in der Regel immer teuer, denn Qualität hat ihren Preis.

Technologie-Beteiligungen

Das zweite Beteiligungsunternehmen, das ich dir heute vorstellen werde, wirst du vermutlich schon kennen. Hierbei handelt es sich um die Softbank Group (WKN: 891624). Im Gegensatz zu Danaher ist die Ausgangsposition bei der Softbank Group gänzlich unterschiedlich.

Denn meiner Meinung nach ist die Aktie der Softbank Group seit Jahren unterbewertet. Würde man beispielsweise sämtliche Beteiligungen addieren und durch die Summe der ausstehenden Softbank-Aktien teilen, wäre das Ergebnis ein Wert von 105,85 Euro pro Softbank-Aktie (Stand: 11.08.2020). Die Aktie steht derzeit jedoch bei nur 55,60 Euro (Stand: 28.10.2020).

Plausibel wäre ein Abschlag dieser Größenordnung nur, wenn die Softbank Group ausschließlich über ein Portfolio von nicht börsennotierten Unternehmen verfügen würde. Denn aufgrund der Schwierigkeit einer Wertfindung für die einzelnen Beteiligungen könnte man in diesem Fall einen Abschlag dieser Größenordnung vertreten.

Da jedoch die Beteiligungen an börsengehandelten Unternehmen wie Alibaba und T-Mobile US bereits einen Wert von 75,59 Euro pro Softbank-Aktie bieten, stellt der Abschlag derzeit eine gute Chance dar (Stand: 11.08.2020). Solltest du daher mit einem Einstieg in den asiatischen Tech-Sektor liebäugeln oder gerne in Alibaba investieren, könnte eine Anlage in die Softbank Group die bessere Alternative für dich darstellen.

Fazit

Zugegeben, natürlich hast du mit einer Investition in Danaher oder Softbank nicht das gleiche Ausmaß der Risikostreuung wie bei einer Anlage in einen ETF auf den MSCI World Index. Dennoch bieten sich Aktien von Beteiligungsunternehmen an, um das Risiko einer Investition in Einzelaktien zu vermindern.

Hierbei ist vor allem auf das Portfolio der entsprechenden Beteiligungsgesellschaft zu achten. Denn daran erkennt man oft, ob es ein verstecktes Klumpenrisiko gibt. Bei Softbank wäre dies zum Beispiel eine hohe Abhängigkeit vom Aktienkurs von Alibaba, bei Berkshire Hathaway die große Abhängigkeit von Apple.

Des Weiteren ist es sehr wichtig, die vergangenen Erfolge der Beteiligungsgesellschaft zu analysieren. Hat das Management in der Vergangenheit auf die richtigen Beteiligungen gesetzt? Wie hat sich der Aktienkurs in den letzten 10 bis 20 Jahren entwickelt? Am besten du siehst dir den Chart von Danaher und Softbank an. Dann siehst du, dass diese Unternehmen offensichtlich ein gutes Händchen für Unternehmensbeteiligungen hatten. Dies kann sehr wohl ein Indikator für die Zukunft sein.

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Michael besitzt Aktien von Danaher, Alibaba, Berkshire Hathaway und Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holding Ltd., Apple und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short December 2020 $210 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool empfiehlt Softbank Group und T-Mobile US.

Motley Fool Deutschland 2020