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442 Tage Ukraine-Krieg: Angeschlagene Russen bei Bachmut im Hintertreffen

Die Streitkräfte der Ukraine haben in der Gegend von Bachmut erfolgreich begrenzte Gegenangriffe durchgeführt. Dies ist die jüngste Einschätzung des "Institute for the Study of War" (ISW), nachdem die ukrainische Militärführung erklärt hatte, dass die russischen Streitkräfte in Bachmut in einigen Gebieten um bis zu 2 km zurückgedrängt worden seien.

Geolokalisiertes Bildmaterial, das am 9. und 10. Mai veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte wahrscheinlich nördlich von Khromove - unmittelbar westlich von Bachmut - und nordwestlich von Bila Hora - 14 km südwestlich von Bachmut - Geländegewinne verzeichnen konnten.

Bereits zuvor geschlagene russische Kompanien in Bachmut an der Front

Ukrainische Quellen berichteten am 9. Mai von Erfolgen im Kampf gegen zwei russische Kompanien der 72. motorisierten Schützenbrigade "vernichtet" haben. Eine Kompanie besteht aus bis zu 200 Soldaten.

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Das ISW erklärt: Die 72. motorisierte Schützenbrigade selbst ist ein Beispiel für viele der endemischen Probleme, mit denen das russische Militär ständig zu kämpfen hat.

Der offensichtliche Einsatz von Elementen der 72. Brigade - einer Formation, die zwei aufeinanderfolgende Niederlagen erlitten hat - nämlich zuerst in der Region Charkiw und dann in der Südukraine - durch die russische Militärführung an der Bachmut-Front an der Seite der bereits angeschlagenen Wagner-Kräfte bietet den ukrainischen Streitkräften wahrscheinlich eine Chance, die sie mit begrenzten Gegenangriffen ausnutzen können.

Das russische Verteidigungsministerium behauptete, dass die russischen Luftlandetruppen die Aktionen der ukrainischen Streitkräfte an der Front um Bachmut einschränken.

Wagner-Chef doch weiter unzufrieden

In seiner jüngsten öffentlichen Kritik am Moskauer Verteidigungsministerium sagte der Chef der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin: "Die Flanken bekommen bereits Risse und brechen zusammen." "Es besteht die ernste Gefahr einer Einkreisung des PMC Wagner in Bachmut als Folge des Versagens der Flanken." Zwar hatte Prigoschin seine Privatarmee - anders als angekündigt - dann doch nicht aus der umkämpften Stadt abgezogen, nachdem er offenbar Waffenlieferungen von Moskau zugesagt bekommen hatte.

Doch russische Militärblogger berichten von anhaltendem Streit zwischen der russischen Armee und Wagner-Söldnern. So soll den Wagner-Truppen Brot vorenthalten worden sein.

Der ISW hat bereits früher festgestellt, dass die Berichte über ukrainische Gegenangriffe in der gesamten Region Donezk offenbar Teil eines fortlaufenden Musters von lokalisierten und begrenzten Gegenangriffen sind.