Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.883,24
    -148,36 (-0,93%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.272,19
    -43,71 (-1,01%)
     
  • Dow Jones 30

    35.911,81
    -201,79 (-0,56%)
     
  • Gold

    1.817,30
    -4,10 (-0,23%)
     
  • EUR/USD

    1,1416
    -0,0044 (-0,39%)
     
  • BTC-EUR

    37.732,30
    -493,54 (-1,29%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.037,76
    +12,03 (+1,17%)
     
  • Öl (Brent)

    83,82
    +1,70 (+2,07%)
     
  • MDAX

    34.518,61
    -274,59 (-0,79%)
     
  • TecDAX

    3.532,97
    -60,23 (-1,68%)
     
  • SDAX

    15.821,06
    -209,54 (-1,31%)
     
  • Nikkei 225

    28.124,28
    -364,82 (-1,28%)
     
  • FTSE 100

    7.542,95
    -20,90 (-0,28%)
     
  • CAC 40

    7.143,00
    -58,14 (-0,81%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.893,75
    +86,95 (+0,59%)
     

Das solltet ihr beachten, bevor ihr Klarna und andere "Buy now, pay later"-Services für eure Weihnachtseinkäufe verwendet

·Lesedauer: 3 Min.
Was euch heute Geld sparen lässt, könnte später zum teuren Verhängnis werden.
Was euch heute Geld sparen lässt, könnte später zum teuren Verhängnis werden.

Gegen Ende eines jeden Jahres habe ich Probleme, meinen vorher fein säuberlich zurechtgelegten Finanzplan einzuhalten. Hier noch ein Geschenk, da noch eine kleine Aufmerksamkeit: Die Vorweihnachtszeit lässt mich nicht nur schnell den Überblick über mein Budget verlieren. Ich bin auch ständig dazu geneigt, mehr auszugeben als ich ursprünglich wollte. Wenn ich das Gefühl habe, das perfekte Geschenk für meine Liebsten gefunden zu haben, werden im Vorfeld festgesetzte Preisgrenzen schnell über Bord geworfen.

Da ich inzwischen beinahe meine gesamten Weihnachtseinkäufe online erledige, bin ich öfter dazu geneigt, Angebote sogenannter "Buy now, pay later" (zu Deutsch: "Jetzt kaufen, später bezahlen") Services wahrzunehmen, In etlichen Onlineshops werden solche Bezahlmethoden akzeptiert. Einer der größten "Buy now, pay later"-Anbieter ist beispielsweise Klarna. Dabei zahlt man beim Kauf direkt nichts oder nur einen kleinen Teil des Preises und stottert den Restbetrag in festgelegten Raten ab. Oftmals inklusive Zinsen.

So verlockend das im ersten Moment auch klingt, wollte ich mich erst noch ein wenig informieren, bevor ich einen dieser Services nutze. Also habe ich mit Finanzberatern über die Vor- und Nachteile sowie ihre persönlichen Ratschläge zur Nutzung dieser Ratenzahlungsoptionen gesprochen.

1. Seid euch über den tatsächlichen Wert des Kaufgegenstands bewusst

Finanzberater Greg Wilson empfiehlt, sich darüber klar zu werden, wie viel das Produkt inklusive aller Raten und eventueller Zinsen kosten wird. Überlegt euch, ob es euch das wert ist. "Verkäufer wissen ganz genau, wie sie die Preisstrukturen anzusetzen haben," so Wilson. "Meistens sind da bereits versteckte Zinsen enthalten."

2. Legt euch einen konkreten Plan zur Bezahlung zurecht

Optionen, durch die man Waren zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen kann, lassen euch schneller an Dinge kommen, die ihr haben wollt. Dabei solltet ihr jedoch ganz genau planen, wie und wann ihr die zukünftigen Raten begleicht, rät der Wirtschaftsprüfer Dylan Orosz. "Lasst euch durch diese Optionen nicht dazu verleiten, mehr Geld auszugeben als ihr eigentlich wolltet", so Orosz. "Ihr solltet immer innerhalb eures Budgets bleiben, unabhängig davon, ob ihr jetzt oder erst später bezahlt."

3. Überlegt euch, was passiert, wenn ihr später zahlungsunfähig seid

Ihr könnt euch noch so sicher sein, die Raten für das eben erworbene Produkt in naher Zukunft abbezahlen zu können: Es gibt immer ein gewisses Risiko, dass das nicht der Fall ist. Wir alle sind nicht vor unvorhergesehenen Änderungen unserer finanziellen Lage gefeit. Daher empfiehlt Finanzplanerin Brittney Castro, sich der möglichen Konsequenzen bei Zahlungsverzug oder -unfähigkeit bewusst zu werden.

"Verpasste Zahlungen können zu Mahngebühren und zusätzlichen Kosten führen. Unter Umständen können sie sogar eure Kreditwürdigkeit negativ beeinflussen, da sie normalerweise der zuständige Wirtschaftsauskunftei, wie der Schufa, gemeldet werden", sagt Castro.

4. Greift eventuell doch lieber auf eure Kreditkarte zurück

Die Finanzanwältin Leslie Tayne schlägt vor, im Zweifelsfall die Zahlung per Kreditkarte der "Jetzt kaufen, später bezahlen"-Option vorzuziehen. "Ratenzahlungen im Einzelhandel können sich lohnen, wenn ihr die Teilbeträge rechtzeitig begleicht und damit Zinsen vermeidet", so Tayne. "Wenn ihr euch diszipliniert an Budgets halten könnt, können diese Ratenzahlungen eine gute Alternative zu einer Kreditkarte sein."

Falls ihr jedoch bereits eine Kreditkarte habt, kann das laut Tayne die bessere Option sein. Besonders dann, wenn die Karte an Bonusprogramme und Paybackpunkte geknüpft ist. Tayne fügt noch hinzu: "Außerdem unterliegt eure Kreditkarte unter Umständen Richtlinien des Verbraucherschutzes, die bei Ratenzahlungen im Einzelhandel nicht greifen. Dazu gehören zum Beispiel erweiterte Rücknahmegarantien."

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.