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4 Dinge, die du über die Krones-Aktie wissen musst

·Lesedauer: 4 Min.

Das Marktumfeld für Krones (WKN: 633500) ist weiterhin schwierig. Im ersten Quartal 2021 stieg das Auftragsvolumen um 27,1 % auf 1.068,8 Mio. Euro. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,2 % auf 874,6 Mio. Euro. Dennoch blickt das Management um CEO Christoph Klenk optimistisch in die Zukunft.

Ihre Höchststände hat die Aktie längst hinter sich. Aktuell notiert sie bei 75,65 Euro (Stand: 12. Mai 2021). Verlockt die Post-Covid-Erholung uns Fools nun zum Einstieg?

Die Prognose für 2021 bleibt unverändert

Das Management zeigte sich optimistisch, dass die Prognosen für das Gesamtjahr 2021 erfüllt werden können. Hier wird ein Umsatzwachstum zwischen 2,5 und 3,5 % sowie eine EBITDA-Marge von 6,5 bis 7,5 % erwartet.

CEO Christoph Klenk vertraut dabei auf die jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF), nach denen die globale Wirtschaft im Gesamtjahr 2021 um 6 % steigen soll.

Krones beobachtet dennoch weiterhin eine deutliche Zurückhaltung seiner Kunden. Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben die bestimmenden Themen der Zukunft und fest im Fokus des Managements.

Krones nutzt die Lieferkettenfinanzierung

Bei dieser sogenannte „Supply Chain Finance“ organisiert der bestellende Kunde – im Fall von Krones ein Getränke-Unternehmen – eine Zwischenfinanzierung über eine Bank. Kornes als Zulieferer kann das ihm zustehende Geld schon kurz nach Rechnungsstellung auf der Plattform des Instituts abrufen. Die oft sehr lange Zahlungsfrist muss dafür noch nicht erreicht sein.

Das Getränkeunternehmen wiederum begleicht die Rechnung erst später und zahlt an die Bank. Anlagenbauer wie Krones geraten auf diese Weise sehr viel weniger in Gefahr. Vor allem seit Beginn der Coronakrise wächst der Markt für solche Lösungen der Zwischenfinanzierung.

Doch Krones muss weiter an der Kostenschraube drehen. 350 Arbeitsplätze sollen zeitnah, aber sozialverträglich abgebaut werden.

Krones ist solide finanziert

Seine gute finanzielle Ausstattung wird dem Unternehmen über die kommenden Monate hinweghelfen. Die Bilanz ist stabil.

Die Verbindlichkeiten entsprechen lediglich 6 % des Eigenkapitals. Das Umlaufvermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 42 %.

Eine Aufsichtsrätin zeigt besonderes Engagement

Wir Foolishen Investoren mögen es sehr, wenn Management und Aufsichtsrat Eigentümergene mitbringen. Insiderkäufe sind hier ein positives Signal.

Krones-Aufsichtsrätin Petra Schadeberg-Herrmann beispielsweise kaufte im August 2020, mitten in der Krise, Aktien zum Gesamtpreis von rund 2 Mio. Euro.

Petra Schadeberg-Herrmann ist geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Brauerei. Sie agiert zudem in der Geschäftsführung der Schweppes GmbH sowie der Siegener Brauerei und ist damit eine der wichtigsten Krones-Kundinnen.

Eine Kundin mit schwerem Anteilsportfolio im Aufsichtsrat. Das nenne ich „skin in the game“.

Krones bleibt ein Zykliker ohne Burggraben

Investitionen in Abfüllanlagen können bei Wirtschaftskrisen einfach aufgeschoben werden. Das hat auch Corona gezeigt. Krones ist von einer stabilen Konsumgüterindustrie abhängig. Neue Investitionen rechnen sich für die Kunden des Unternehmens eher selten, da die Effizienzvorteile neuer Anlagen gering sind.

Neue, bahnbrechende Technologien sind auf dem Feld der Getränkeabfüllung in Zukunft kaum zu erwarten. Die Eintrittsbarrieren sind für Konkurrenten relativ gering.

Umso besser ist es, dass Krones enge Beziehungen zu den Kunden pflegt. Das Engagement von Petra Schadeberg-Herrmann und anderen Aufsichtsräten ist hier von großer Bedeutung.

Die Krones-Aktie wird fair bewertet

Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre konnte Krones den Free Cashflow, das heißt die für uns Investoren wirklich relevanten Zuflüsse, um rund 30 % pro anno steigern. Allerdings entwickelte sich dieser Geldstrom sehr volatil und es gab zuletzt auch einige Jahre im negativen Bereich.

Ich bleibe deshalb eher vorsichtig und prognostiziere ein jährliches Free-Cashflow-Wachstum von 10 % in der kommenden Dekade. Krones ist ein etablierter Player auf dem Markt mit einem zuverlässigen Service-Geschäft. Das Produkt ist langfristig relevant. Das Ausfallrisiko eines solchen Investments ist trotz der Zyklik eher gering, weshalb ich eine moderate Rendite von rund 8 % pro Jahr anpeile.

Unter diesen Voraussetzungen wird die Aktie aktuell fair bewertet. Eine deutlich marktschlagende Rendite erwarte ich zum aktuellen Kurs jedoch nicht. Das Unternehmen bleibt auf meiner Watchlist.

Der Artikel 4 Dinge, die du über die Krones-Aktie wissen musst ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021