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3D-Druckmaschinen-Firma SLM Solutions gerät in Übernahmefokus

Eyk Henning
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Der 3D-Druckmaschinenhersteller SLM Solutions Group AG hat vor Kurzem das Interesse des größeren US-Rivalen Desktop Metal Inc. auf sich gezogen. Die Übernahmepläne der Amerikaner liegen allerdings vorerst auf Eis, wie es von mit der Sache vertrauten Personen heißt.

Zuvor hatte Desktop Metal Interesse an einem Kauf von SLM signalisiert, wobei es um einen Aktiendeal ging, der den Lübecker Hersteller mit rund 600 Millionen Euro bewertet hätte. Das US-Unternehmen hatte in Gesprächen in Aussicht gestellt, pro SLM-Aktie eigene Anteilsscheine im Wert von rund EU30 zu bieten.

Am Montag war die Aktie bei 15,26 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen. Am Dienstag kletterte die Aktie um bis zu 20,6% auf zeitweise 18,40 Euro.

Dass die Amerikaner den Deal vorerst zu den Akten gelegt haben, liegt den Angaben zufolge am jüngsten Kursrutsch der Desktop-Metal-Aktie. Er habe die Finanzierbarkeit erschwert, hieß est. Derzeit ist unklar, ob die Gespräche wieder aufgenommen werden.

Die Aktien von SLM selbst sind im bisherigen Jahresverlauf um 12% gefallen, womit die Firma nun mit etwas mehr als 300 Millionen Euro bewertet ist.

SLM wollte die Informationen nicht kommentieren. Vertreter der in Burlington, Massachusetts, beheimateten Desktop Metal waren trotz mehrmaliger Versuche nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Interessant ist die Causa SLM Solutions auch deshalb, weil größter Aktionär der von Milliardär Paul Singer gegründete Hedgefond Elliott ist. Der berühmt berüchtigte aktivistische Fonds hält einen Anteil von 28%, den er infolge eines Übernahmeangebots von General Electric für SLM aufgebaut hatte.

Desktop Metal ist vergangenen Dezember durch einen sogenannten SPAC-Deal an die Börse gegangen. Ein Kauf von SLM macht für die Amerikaner Sinn, weil sie mit dem 36-fachen des 2021 erwarteten Umsatzes bewertet sind. Bei SLM dagegen liegt die Kennzahl nur bei rund 4. Ein Kauf gilt damit als günstig, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

Außerdem würde die Transaktion technologisch Sinn machen. SLM setzt auf die so genannte Powder-Bed-Fusionstechnologie, die für den 3D-Druck von Performance- und Hochtechnologie-Teilen verwendet wird. Die Technologie ist damit komplementär zu der auf Massenherstellung ausgerichteten Maschinen von Desktop Metal.

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